Jürgen Johann ist jetzt ein Auge des Bischofs

Jürgen Johann ist jetzt ein Auge des Bischofs

Jürgen Johann aus Schmelz wurde am Pfingstsamstag in Trier zum Diakon geweiht. Die erste Dienststelle des 47-Jährigen wird in der Pfarreiengemeinschaft Lebach sein. Der Pfarrei vorstellen will sich Johann am Samstag in Lebach und am Sonntag in Dörsdorf.

Von den Diakonen wurde in der frühen Kirche gesagt, sie seien das "Auge des Bischofs". Diese Aussage erörterte Bischof Stephan Ackermann in seiner Predigt bei der Weihe von neun Diakonen an Pfingstsamstag im Trierer Dom. Zu den Neun gehörte auch Jürgen Johann aus Schmelz. Der 47-Jährige hat seinen Beruf als technischer Zeichner in einem Zulieferbetrieb der Automobilindustrie aufgegeben, um sich in den Dienst der Kirche zu stellen.

Die Familie unterstützte ihn

Insgesamt 6,5 Jahre dauerte die Ausbildung, einschließlich des Theologiestudiums. Spätestens nach einem Gemeindepraktikum vor acht Jahren war für ihn klar, dass das sein Weg sei. Auch bei seiner Familie, seiner Frau und den beiden Söhnen, fand er viel Unterstützung und Verständnis. Auch seitens des Bistums wurde die Familie während der Ausbildung mit einbezogen. "Meiner Familie bin ich für ihre Hilfe auch sehr dankbar", merkt Johann an.

Anfangs sei es schon schwer gewesen, wieder die Schulbank zu drücken. Doch eine Krise habe er nie gehabt.

Die Ausbildung zum Diakon unterteilt sich in die geistliche und die pastoralpraktische Ausbildung. Für zwei Jahre wird Jürgen Johann nun in der Pfarreiengemeinschaft Lebach tätig sein. Bischof Ackermann hat ihn ab August dazu ernannt. Die erste Diakonenstelle wird immer vom Bischof bestimmt.

Er wird taufen und beerdigen

Danach kann er sich wegbewerben, wenn er möchte. Er wird in der Diakonie und in der Liturgie eingesetzt. Zu seinem Aufgabenbereich gehören neben Wortgottesfeiern auch Taufen und Beerdigungen, aber auch die Zusammenarbeit mit caritativen Einrichtungen wie der Lebensberatung, der Altenheime oder des Krankenhauses.

Der Weihespruch von Johann stammt aus dem Philipperbrief (phil 4,9): "Was ihr gelernt und angenommen, gehört und an mir gesehen habt, das tut." Und das will Jürgen Johann nun auch in seinem Amt tun.

Er "dankt Gott, dass alles so gekommen ist" und auch den vielen Menschen, die ihn begleitet und die ihn bis jetzt gut aufgenommen haben.

Die Pfarreiengemeinschaft Lebach lädt zu Empfängen anlässlich der Diakonweihe von Jürgen Johann am Samstag, 25. Mai, nach der Abendmesse in Lebach und am Sonntag nach dem Hochamt in Dörsdorf ein.

Zum Thema:

Auf einen Blick Neun Männer wurden an Pfingstsamstag im Trierer Dom zu Diakonen geweiht. Sechs werden ausschließlich als Diakon mit Zivilberuf, drei als Diakon im Hauptberuf arbeiten. Mit den neun Gewählten gibt es im Bistum Trier insgesamt 194 Diakone, davon 170 im aktiven Dienst. Diakone mit Zivilberuf haben - unter der weiteren Ausübung ihres Berufes - ein einjähriges Interessentenjahr und die mindestens dreijährige Bewerberzeit absolviert, Diakone im Hauptberuf zusätzlich eine pastorale Qualifizierungsmaßnahme in Vollzeit von mindestens 28 Monaten. Die meisten Diakone sind in der territorialen Seelsorge eingesetzt. Neben dem Handlungsfeld Caritas /Diakonie übernehmen sie Aufgaben in der Verkündigung (Predigt, Glaubensgesprächskreis) und in der Liturgie (Assistenz der Eucharistiefeier, Beerdigung, Taufe). red