Hüttersdorf gegen den Rekordmeister

Hüttersdorf · Die Kegler des KSC Hüttersdorf bestreiten an diesem Wochenende ihre beiden ersten Heimspiele in der neuen Bundesliga-Saison. Am Samstag kommt Rekordmeister KF Oberthal ins Hüttersdorfer „Katzloch“, am Sonntag Aufsteiger Gilzem.

Der Heimauftakt hat es wirklich in sich. Am Samstag um 16 Uhr empfangen die Bundesliga-Kegler des KSC Hüttersdorf in ihrem ersten Heimspiel der Bundesliga-Saison den Rekordmeister KF Oberthal. "Um sie schlagen zu können, müssten alle unsere Spieler ihre absolute Topleistung auf die Bahn bringen. Dass das passiert, ist unwahrscheinlich", sieht KSC-Mannschaftsführer Holger Hamm sein Team klar in der Außenseiterrolle.

Zumal Oberthal mit zwei klaren 3:0-Siegen prächtig in die Saison gestartet ist. Nach dem knapp verpassten Titel ist Oberthal sichtlich bestrebt, das Kräfteverhältnis wieder geradezurücken.

Hüttersdorf hat im Gegensatz zum Saar-Rivalen erst eine Begegnung absolviert. Am Samstag zog der KSC bei Aufsteiger Union Gelsenkirchen mit 1:2 (5214:5311 Holz) den Kürzeren, ergattere dabei aber zumindest den Zusatzpunkt. "Das war unser Ziel, das haben wir erreicht", ist Hamm zufrieden.

Das beste Hüttersdorfer Ergebnis in Gelsenkirchen warf Marc Glöckner mit 893 Holz, knapp dahinter folgte Robin Schrecklinger (891), der derzeit in guter Form ist. Schrecklinger wurde vor kurzem bereits bei der Junioren-WM im belgischen Eupen Weltmeister im Team Doppel - gemeinsam mit Robert Heinichen von der KSG Holten-Duisburg.

In Gelsenkirchen gab auch einer der beiden Hüttersdorfer Neuzugänge sein Bundesliga-Debüt: Sascha Leißmann, 26. Ihn holte der KSC von Drittliga-Absteiger KSG Bexbach. Früher spielte Leißmann auch schon für den TuS Wiebelskirchen-Rombach in der 2. Liga.

Der zweite Neue, Christophe John, der vom Lokalrivalen KSG Köllerbach-Lebach nach Hüttersdorf gewechselt ist, kam beim Saisonauftakt noch nicht zum Einsatz. Den zwei Neuverpflichtungen steht beim Bundesligist ein Abgang gegenüber: Patrick Haan hat sich nach mehr als 15 Jahren beim KSC nun Zweitligist Wiebelskirchen angeschlossen. Hamm ist aber überzeugt, dass sein Team trotz des Weggangs von Haan stärker ist als in der vergangenen Saison, als Hüttersdorf in der Abstiegsrunde den Ligaverbleib sicherte. "Durch die zwei Neuzugänge sind wir breiter aufgestellt und können Ausfälle besser kompensieren."

Um den Klassenverbleib frühzeitig zu sichern, müsste der KSC am Ende mindestens auf Tabellenplatz sechs landen. Eine ganz wichtige Begegnung, um dieses Ziel zu erreichen, steht einen Tag nach dem Derby gegen Oberthal an: Dann empfängt der KSC um 10 Uhr ebenfalls zu Hause Abstiegskandidat Eifelland Gilzem - den zweiten Liganeuling neben Gelsenkirchen. Dabei ist ein klarer Sieg Pflicht.

In der 2. Bundesliga kam der KSC Landsweiler am Samstag zu einem 3:0-Erfolg (5033: 4505 Holz) gegen den KSV Riol II. Die KSG Köllerbach-Lebach zog bei den KF Oberthal II mit 0:3 (5098:5393 Holz) den Kürzeren. Am Samstag spielt Köllerbach-Lebach um 13.30 Uhr beim ESV Siegen. Landsweiler ab 13 Uhr bei GW Rösrath.