Hospiz Christophorus Schmelz am Ratshausplatz offiziell eröffnet

Hospiz Christophorus Schmelz : Würdevolle Begleitung am Lebensende

Das Hospiz Christophorus in Schmelz hat eine lange Vorgeschichte. Jetzt ist es an zentraler Stelle im Ort am Ratshausplatz offiziell eröffnet worden.

In Schmelz ist am Freitag das neue Hospiz Christophorus offiziell eröffnet worden. Erste Gäste waren dort Ende November 2019 aufgenommen worden. Es ist neben Bous der zweite Standort mit einem Hospiz im Kreis Saarlouis.

Die stationäre Einrichtung mit zwölf Plätzen und zwei Angehörigenzimmern bietet eine Palliativversorgung für unheilbar erkrankte Menschen am Ende ihres Lebensweges. „Ziel unserer Versorgung ist es, Menschen in deren letzter Lebensphase würdevoll zu begleiten“, sagte Dr. Mike Packheiser, Geschäftsführer und einer der drei Gesellschafter des Hospizes, bei der Eröffnung.

Hierzu konnten die Betreiber neben Familien- und Sozialministerin Monika Bachmann, Vertreter von Krankenkassen, des medizinischen Dienstes, der lokalen Politik, des Hospiz-Fördervereins und eine Abordnung des Lebacher Geschwister-Scholl-Gymnasiums begrüßen. Gemeinsam mit ihrer Rektorin Heidemarie Schwindling überbrachten die Schüler eine Spende für das Hospiz in Höhe von 5600 Euro. Eine weitere Spende von 9000 Euro gab es vom Schmelzer Hospiz-Förderverein, die dessen neuer Vorsitzender Alfred Staudt übergab. „Da wir fünf Prozent der laufenden Betriebskosten selbst tragen müssen, ist der Förderverein sehr wichtig für uns“, erklärte Packheiser.

Das Hospiz Christophorus ist eine gemeinnützige GmbH und als Non-Profit-Unternehmen organisiert. „Der Förderverein hat in den letzten beiden Jahren bereits insgesamt 25 000 Euro für das neue Hospiz gespendet“, berichtete Staudt. Ministerin Bachmann lobte das Engagement von Dr. Peter Schorr, dessen Gattin Elke und Dr. Mike Packheiser, die das private Hospiz an zentraler Stelle am Schmelzer Rathausplatz aufgebaut haben. „Es ist wichtig, dass die Menschen in Würde sterben können und keine Schmerzen haben“, sagte die Ministerin.

Schorr dankte Bachmann für die Unterstützung beim Aufbau des Hospizes. „Wir haben in den letzten Monaten sehr hart gearbeitet, um die Einrichtung aufzubauen, und sind stolz, dass wir alles gut hinbekommen haben“, sagte Hospizleiterin Elke Schorr. Insgesamt haben die Gesellschafter 150 000 Euro in die Inneneinrichtung des Hospizes investiert, das auf einer Fläche von 1000 Quadratmeter im Gebäudekomplex Vitarium eingerichtet wurde. „Unsere Gäste werden von einem multiprofessionellen Team betreut und versorgt“, versprach Packheiser. Bis zu 20 Pflegefachkräfte und zusätzlich einige Pflegehilfskräfte sind hier im Einsatz. Zudem stünden zwei Ärzte für medizinische Visiten wöchentlich an zwei Tagen zur Verfügung.

„Wir sind froh, dass die Planungen, die es schon 2017 gab, nun erfolgreich abgeschlossen werden konnten“, sagte Sandra Quinten. Als Beigeordnete vertrat sie den Bürgermeister bei der Eröffnung. Ursprünglich sollte das Hospiz in Hüttersdorf auf einem Grundstück der Kirchengemeinde gebaut werden. „Da es unterschiedliche Auffassungen über die Realisierung des Projektes mit dem ursprünglichen Investor gab, ließ sich dieser Standort nicht realisieren“, sagte Packheiser. „Wir sind zufrieden mit dem jetzigen Standort, denn auch der Tod gehört mitten ins Dorf“, sagte der Fördervereinsvorsitzende Staudt. Sieben der zwölf Plätze im Hospiz Christophorus sind derzeit belegt. Acht Menschen sind hier bisher bis zu ihrem Tod begleitet worden.

Bei der Eröffnung sprach auch Dr. Mike Packheiser. Foto: Dieter Lorig

www.hospiz-christophorus.de