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Gemeinderat Schmelz
Keine Alternative konnte bislang punkten

Blick auf eine Blühwiese: Die Anlage solcher Lebensräume für Insekten will die Gemeinde Schmelz fördern.
Blick auf eine Blühwiese: Die Anlage solcher Lebensräume für Insekten will die Gemeinde Schmelz fördern. FOTO: Dominique Kraushaar
Schmelz. Am CDU-Antrag auf den Bau einer Umgehungsstraße in Hüttersdorf schieden sich im Schmelzer Gemeinderat die Geister. Von Monika Kühn

Große Einmütigkeit herrschte im Schmelzer Gemeinderat nur bis Tagesordnungspunkt 13. Doch dann kam Nummer 14 und dort hatte die CDU-Fraktion einen Antrag auf Beratung und Beschlussfassung zum Bau einer Umgehungsstraße in Hüttersdorf gestellt. Nicolas Lorenz (CDU) erklärte dazu, dass die Verwaltung mit den zuständigen Behörden, der Landesregierung und dem Kreis entsprechende Gespräche führen solle, mit dem Ziel, ein solches Vorhaben zu realisieren.


Der Antrag war Anfang September bei der Verwaltung eingegangen. Bürgermeister Armin Emanuel stellte mit Hilfe einer Präsentation sieben Varianten einer möglichen Umgehung von Hüttersdorf vor. Die Verwaltung hatte diese ausgearbeitet und zu Papier gebracht. Alle Alternativen seien untersucht worden, und für nicht geeignet befunden worden. Entweder führen sie durch Wasserschutzzonen, zu dicht an den Brunnen zur Wasserversorgung vorbei oder sie gehen durch ein Überschwemmungsgebiet. Auch die Variante Bahntrasse fiel darunter. Bei einer Straßenführung durch den Moritzwald würde zu viel Wald verloren gehen. Eine Anknüpfung an die Ortsumgehung Körprich würde ebenfalls durch ein Naturschutzgebiet führen, eine Neutrassierung der B 269 schließlich würde für Hüttersdorf keine Entlastung bringen, nur die Probleme verlagern.

Lorenz verteidigte sehr energisch den Antrag. Dieser sehe nämlich vor, langfristig mit Fachleuten eine Lösung zu suchen. Selbstverständlich wolle von der CDU niemand die Probleme in andere Ortsteile verlagern, Wald abholzen, den Hochwasserschutz oder die Naturschutzgebiete gefährden. Sandra Quinten (SPD) forderte Lösungsvorschläge seitens der CDU. Sabine Angel (CDU) konterte, dass es Sinn eines Antrages sei, zu formulieren, was man will und was man nicht will. Experten müssten sich damit beschäftigten. Und wenn es dann keine Lösung gäbe, dann hätte man es wenigstens versucht. Straßen könnten aber auch über Brücken geführt werden. Mit 10 zu 18 Stimmen wurde der CDU-Antrag abgelehnt.



Harmonischer ging es dann wieder bei quasi blühenden Landschaften zu. Die Gemeinde Schmelz stellt 3000 Euro zum Anlegen von Blühflächen in ihren Haushalt ein. Diese könnten zum Schutz von Insekten und für den Erhalt der Artenvielfalt an der Primshalle und auf stillgelegten Teilen der Friedhöfe angelegt werden – einstimmiger Beschluss.

Der Radweg zwischen der Schatter-Mühle und Schattertriesch soll noch in diesem Jahr eröffnet werden, informierte Bürgermeister Emanuel. An eine Fortführung bis Büschfeld soll angeknüpft werden. Vertreter des Landesbetriebes für Straßenbau sollen eingeladen werden, die Ratsmitglieder zu informieren. Auch hier stimmten alle Ratsmitglieder zu.