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Gemeinderat schmelz
Lebach gegen interkommunales Standesamt

Schmelz.

Die Stadt Lebach hat eine interkommunale Zusammenarbeit mit der Gemeinde Schmelz im Bereich Standesamtswesen abgelehnt. Pläne sahen vor, dass Lebach, Schmelz, Saarwellingen und Nalbach ein gemeinsames Standesamt unterhalten sollen. Nach dem Vorschlag von Schmelz sollte der gemeinsame Standesamtsbezirk seinen Sitz in Schmelz haben. Die Lebacher Stadtverwaltung ist der Ansicht, dass ein Standesamt zu einem Mittelzentrum gehöre. Eine Kooperation könne sich Lebach nur so vorstellen, dass Trauungen grenzüberschreitend auch in Schmelz sein könnten, die Sachbearbeitung aber in Lebach bleiben müsse. Nalbach hat sich noch nicht geäußert und Saarwellingen noch nicht beraten.


Die Schmelzer Verwaltung hat ein Papier erarbeitet in Bezug auf die Personalkosten. Danach würden die vier Kommunen 80 000 Euro pro Jahr einsparen, Lebach allein 35 000 Euro. Für den Sitz des Standesamtes in Schmelz spreche, dass Schmelz dreimal so viele Trauungen habe wie Lebach, wahrscheinlich wegen der attraktiveren Trauorte. Ein Drittel käme aus Nachbargemeinden, erklärte Bürgermeister Armin Emanuel in der Gemeinderatssitzung. Das Thema soll nach der Kommunalwahl wieder auf die Tagesordnung gesetzt werden.

Die Wahlbereiche für die Kommunalwahl am 26. Mai bleiben unverändert, auch die Zahl der Ortsratsmitglieder. Einstimmiger Beschluss.



Karoline Liefer übernimmt für die Dauer von fünf Jahren das Amt des stellvertretenden Schiedsmanns des Schiedsbezirks II, zu dem Schmelz, Limbach, Michelbach und Dorf im Bohnental gehören.

Die Gemeinde Schmelz hat einen Schulentwicklungsplan aufgestellt. Dieser wurde einstimmig verabschiedet. Aufgrund der Geburtenzahlen ist davon auszugehen, dass die Grundschule Schmelz mit ihrer Dependance Limbach in den nächsten Jahren mit jeweils drei bis vier Klassen pro Jahrgangsstufe einen sicheren Schulstandort darstellt. Ähnliches Bild in der Grundschule Hüttersdorf. Auch dort werden in den nächsten Jahren zwei Klassen pro Jahrgangsstufe sicher seien.

(kü)