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Gemeinde baut Krippenplätze weiter aus

Dieses Bild gehört der Vergangenheit an: Die Bettinger Kindertagesstätte St. Stephan in der Wilbetstraße wurde abgerissen, um dem Neubau Platz zu machen. Foto: Johannes A. Bodwing
Dieses Bild gehört der Vergangenheit an: Die Bettinger Kindertagesstätte St. Stephan in der Wilbetstraße wurde abgerissen, um dem Neubau Platz zu machen. Foto: Johannes A. Bodwing
Schmelz. Ab 1. August 2013 haben alle ein- bis dreijährigen Kinder einen Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz. Im Oktober hatte der Bürgermeister Armin Emanuel (SPD) Termine, die alle Kinder- und Elternherzen höher schlagen ließen. Zuerst wurde der Erweiterungsbau der Kita "Unterm Regenbogen" in Limbach fertiggestellt Von SZ-Redakteurin Astrid Dörr

Schmelz. Ab 1. August 2013 haben alle ein- bis dreijährigen Kinder einen Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz. Im Oktober hatte der Bürgermeister Armin Emanuel (SPD) Termine, die alle Kinder- und Elternherzen höher schlagen ließen. Zuerst wurde der Erweiterungsbau der Kita "Unterm Regenbogen" in Limbach fertiggestellt. Ebenfalls im Oktober hat die Gemeinde Schmelz mit den Maßnahmen zum Neubau eines Kinderhauses in Bettingen und der Erweiterung der Kita Tabaluga in Hüttersdorf begonnen. Weitere Krippenplätze werden mit finanzieller Unterstützung der Gemeinde in den katholischen Kindergärten Hüttersdorf und Außen eingerichtet.



Die Schaffung der erforderlichen Krippenplätze und die damit verbundenen baulichen Maßnahmen stellen für die Gemeinde eine große finanzielle Herausforderung dar. Die Maßnahmen haben insgesamt ein Investitionsvolumen von rund 4,75 Millionen Euro und werden von Bund, Land und Kreis mit 3,27 Millionen Euro bezuschusst. Der von der Gemeinde zu finanzierende Anteil beträgt rund 1,48 Millionen Euro. Für Bürgermeister Armin Emanuel ist es trotz der Zuschüsse von Bund, Land und Kreis das größte Investitionsvolumen, das bisher von der Gemeinde Schmelz gestemmt werden musste.

Seit Mai 2011 wird fleißig am Wasserwerk in Schmelz gearbeitet. Mitte dieses Jahres soll es endlich soweit sein. Die Modernisierung des Wasserwerks wurde in verschiedenen Bauabschnitten durchgeführt. 2012 stand die Versorgungs-Umstellung an. Trotz kleinerer Probleme wurde die Versorgung mit Trinkwasser gesichert. Während das alte Wasserwerk abgeschaltet wurde, ging das neue zeitgleich in Betrieb.

Seit 1970 wurden keine Modernisierungsvorhaben an der Wasseraufbereitungs- und Wasserversorgungsanlage des Gemeindewerkes vorgenommen. Die Gemeinde Schmelz investiert 3,95 Millionen für die Umbaumaßnahmen zur Modernisierung des Werkes. Für den Neubau fallen Investitionen in Höhe von 3,55 Millionen Euro an und für die Sanierung des alten Werkes 400 000 Euro. Trotz dieser umfangreichen Investitionen bleiben die Gebühren bis 2014 stabil.

Die Gemeinde Schmelz hat ein Haushaltssanierungskonzept aufgestellt. 1,3 Millionen Euro müssen bis 2020 eingespart werden. Einsparungen wurden bereits 2011 beschlossen, wie zum Beispiel Gebührenerhöhung bei Hallen, Kindergärten, Friedhof oder der Hundesteuer. Zudem ist Holz teurer geworden und die Gewerbesteuer wurde angehoben.



Zu weiteren großen Investitionen gehören die Erneuerung der Sanitäranlagen in der Primshalle, das Dach der Grundschule Limbach und die Einstellung von Geldern für ein neues Feuerwehrauto für den Löschbezirk Michelbach.

Und noch ein Projekt beschäftigt die Gemeinde seit einigen Jahren und wohl noch bis 2014: Das Projekt "Lebendige Mitte Bettingen". Im Mittelpunkt steht das alte Zollhaus. Es stammt aus dem Jahr 1682/1683 und diente im damaligen französischen Königreich zur Erhebung des Brückengeldes und Straßenzolls.

Dieses im Saarland einzigartige Gebäude in der Marktstraße 24 ist Dreh- und Angelpunkt und wird im Rahmen des Projekts, das mit 2,4 Millionen Euro aus EU-Mitteln finanziert wird, fachgerecht saniert und durch Abriss weiterer Gebäude im Umfeld in den Mittelpunkt gerückt.