Hoche Nachfrage nach Fachkräften Schmelz geht weiter gegen Erzieher-Mangel vor

Schmelz · Im Saarland ist nicht nur der Bedarf an Kita-Plätzen, sondern auch an ausgebildeten Erziehern weiterhin hoch. Doch vielerorts herrscht ein Mangel an passenden Bewerbern. Die Gemeinde Schmelz hat nun eine Regelung beschlossen, mit der sie diesem Problem entgegentreten will.

 „Mehr Personal“ in Kitas fordern  Erzieher wie hier zuletzt bei einem Warnstreik Anfang Mai in Saarbrücken schon länger. In Schmelz hat der dortige Gemeinderat nun eine Regelung verlängert, die die Einstellung von Erziehern erleichtern soll.

„Mehr Personal“ in Kitas fordern Erzieher wie hier zuletzt bei einem Warnstreik Anfang Mai in Saarbrücken schon länger. In Schmelz hat der dortige Gemeinderat nun eine Regelung verlängert, die die Einstellung von Erziehern erleichtern soll.

Foto: BeckerBredel

Auf seiner jüngsten Sitzung hat der Schmelzer Gemeinderat eine Änderung seiner Geschäftsordnung beschlossen, um besser auf den bundesweiten Fachkräftemangel an Erziehern reagieren zu können. Die Ratsmitglieder folgten einstimmig einem Vorschlag der Verwaltung, wonach weiterhin abweichend der Bürgermeister über Einstellungen im Bereich der pädagogischen Fachkräfte für die Kindertageseinrichtungen und Freiwilligen Ganztagsschulen der Gemeinde entscheiden soll.

Studie: Bis 2030 fehlen tausende Erzieher im Saarland

In ihrem Beschlussvorschlag verwies die Gemeindeverwaltung als Begründung unter anderem auf Aussagen des Deutschen Städte- und Gemeindetages, laut denen auch mit Hinblick auf den künftigen Rechtsanspruch eines Ganztagsschulplatzes bis zu 200 000 Erzieher und Erzieherinnen in den nächsten Jahren bundesweit fehlen sollen.

In einer Studie aus dem Jahr 2021 sprach die Bertelsmann-Stiftung von bis zu 5000 Erzieherinnen und Erziehern, die alleine im Saarland bis 2030 zusätzlich benötigt würden. „Dies unterstreicht die Notwendigkeit, bei Einstellungen im pädagogischen Bereich schnell reagieren zu können“, betonte die Schmelzer Gemeindeverwaltung.

Nachfrage nach pädagogischen Fachpersonal „weiterhin hoch“

Eine entsprechende Regelung hatte der Gemeinderat zwar bereits vor einem Jahr beschlossen, diese wäre jedoch in wenigen Wochen ausgelaufen. Die Nachfrage nach Erzieherinnen und Erziehern ist laut der Gemeindeverwaltung aber „weiterhin hoch“. Zudem sei es dadurch, dass die Verwaltung noch in den Vorstellungsgesprächen Bewerbern eine Zusage geben könne, bereits gelungen, bisher freie Stellen zu besetzen.

„Da auch andere Arbeitgeber vermehrt diese Praxis anwenden, sollte die Regelung unbedingt beibehalten werden“, hebt die Verwaltung in ihrem Beschlussvorschlag hervor. Dies sahen offenbar auch die Ratsmitglieder so, und beschlossen, die bisherige Regelung um ein weiteres Jahr bis zum 30. Juni 2023 zu verlängern.

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