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Entscheidung für Windkraft stößt den Liberalen auf

Schmelz. red

Die FDP im Kreis Saarlouis kritisiert den Schmelzer Gemeinderatsbeschluss von Donnerstag, einen Nutzungsvertrag mit dem Betreiberunternehmen ENBW zu schließen (wir berichteten). In einer Pressemitteilung sagt der stellvertretende FDP-Kreisvorsitzende Florian Zipfel: "Die Politik in Schmelz hat einen völlig falschen Weg eingeschlagen. Trotz großer Proteste aus der Bevölkerung hat man die Entscheidung für die Windkraft durchgedrückt. Bürgermeister Emanuel und die Mehrheitsfraktionen des Rates haben über die Köpfe der Bürger hinweg entschieden, ohne auch nur in den Dialog mit ihnen einzutreten. So fördert man Politikverdrossenheit." Besonders kritisiert Zipfel die Haltung der Linken: "Während Lafontaine und Co. im ganzen Land Stimmung gegen Windräder machen, stimmt die linke Gemeinderätin dafür. Wie sollen die Menschen bei einem solchen Zickzackkurs noch wissen, wo sie dran sind . . . Wir Liberale haben eine klare Haltung und klare Beschlüsse zur Windkraft, speziell im Wald. Anstatt immer nur neue Anlagen zu bauen, um Subventionen abzugreifen, muss endlich in Speichertechnologien und Netzausbau investiert werden. Windstrom haben wir heute schon mehr als genug, nur können wir ihn nicht nutzen."