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Ein Stück Schmelzer Geschichte kehrte zurück

Ein Stück Schmelzer Geschichte kehrte zurück

Der Jahresrückblick fällt in der Gemeinde Schmelz trotz knapper Kassen gut aus. Es konnte trotzdem noch viel umgesetzt werden. Mit der Sanierung des Alten Zollhauses zum Beispiel wurde ein Stück Schmelzer Geschichte sichtbar gemacht.

 Auch die 25. Auflage der Schmelzer Wanderwoche erfreute sich großer Beliebtheit. Die Abschlusstour von Reimsbach nach Außen war mit 151 Teilnehmern gut besucht. Foto: Dieter Lorig
Auch die 25. Auflage der Schmelzer Wanderwoche erfreute sich großer Beliebtheit. Die Abschlusstour von Reimsbach nach Außen war mit 151 Teilnehmern gut besucht. Foto: Dieter Lorig Foto: Dieter Lorig
 Die Zukunft des Heidebades war 2015 Thema im Schmelzer Gemeinderat. Foto: Oliver Morguet
Die Zukunft des Heidebades war 2015 Thema im Schmelzer Gemeinderat. Foto: Oliver Morguet Foto: Oliver Morguet

Nach einer Bauzeit von rund drei Jahren ist das Projekt "Lebendige Mitte Bettingen" abgeschlossen. Die Gesamtkosten in Höhe von 2,968 Millionen Euro wurden zu 49,06 Prozent aus dem "Europäischen Fond für regionale Entwicklung - EFRE" bezuschusst. Mit der denkmalgerechten Sanierung des "Alten Zollhauses" wurde ein bedeutender Teil Schmelzer Geschichte sichtbar gemacht. Die offizielle Eröffnung des "Alten Zollhauses" und Einweihung des Platz Mitry-Mory fand am 28. August statt.

Am 23. Mai wurde der rund sieben Kilometer lange Prims-Theel-Erlebnisweg eröffnet. Der von der EU geförderte Weg ist ein Gemeinschaftsprojekt der Kommunen Nalbach, Schmelz und Lebach in Zusammenarbeit mit dem Wirtschaftsministerium. Er ist familientauglich und erschließt den Nutzern die reizvolle Naturlandschaft der Auen von Prims und Theel. Die Realisierung war nicht einfach aufgrund verschiedener Widerstände. Die negativen Bewertungen in der Öffentlichkeit wurden jedoch schnell durch die rege Nutzung durch Radfahrer, Läufer und Spaziergängern widerlegt.

Die heißen Temperaturen lockten in den Monaten Juli und August zahlreiche Besucher ins Heidebad, Ende August konnte der 65 000 Besucher geehrt werden. Die Saison war die besucherstärkste der letzten fünf Jahre.

Ein Höhepunkt im Veranstaltungsjahr war die 25. Auflage der Schmelzer Wanderwoche. Die Wanderwoche ist eine Erfolgsgeschichte und sie hat auch nach 25 Jahren ihre Anziehungskraft nicht verloren. Dies bezeugen rund 1400 Teilnehmer im vergangenen Jahr.

Die Mevlana Moschee Schmelz lud während des Fastenmonats Ramadan im Juli erstmals zum gemeinsamen Fastenbrechen auf den Marktplatz Schmelz ein. Der Einladung folgten rund 300 Menschen.

Die Schmelzer Bürger waren fleißig. Im Rahmen von Bürgerprojekten wurden in Schmelz , der zweite Bauabschnitt des Projektes Treffpunkt Schubertstraße sowie in Dorf die Platzgestaltung an der alten Schule abgewickelt.

Die Aufnahme von Flüchtlingen bedeutet nach Angaben der Gemeinde Schmelz viel Arbeitsaufwand. Neun Bedienstete in Verwaltung und zwei Trupps des Bauhofes sind mit Aufnahme und Unterbringung befasst. Bisher konnten alle Flüchtlinge in privat angemieteten Wohnungen untergebracht werden. Es werden regelmäßig Wohnungen angemeldet. Aktuell leben 233 Asylsuchende in der Gemeinde Schmelz . 56 Personen sind bereits nach Erhalt der Freizügigkeit in andere Gemeinden umgezogen. Die Gemeinde arbeitet an der Integration der Flüchtlinge , wobei ihr die jahrzehntelange Erfahrung in Fragen der Integration zu gute kommen.

Anfang März wurde mit dem Neubau der Rettungswache Bohnental zwischen Schmelz-Limbach und Tholey-Neipel begonnen. Über Gemeinde- und Landkreisgrenzen hinweg wurde hier an einem Strang gezogen, um die Notfallversorgung der Orte Schattertriesch, Limbach, Neipel, Dorf im Bohnental, Lindscheid, Scheuern, Überroth, Dörsdorf und Steinbach zu verbessern.