| 20:13 Uhr

Ein Leben für das Amt"Ich möchte engagiert weiter arbeiten"

Schmelz. Armin Emanuel ist seit 18 Jahren Bürgermeister der Gemeinde Schmelz. Das soll auch seiner Meinung nach so in den nächsten acht Jahren bleiben. Der 51-Jährige gesteht freimütig, dass er für "seinen Beruf lebt". Bis zum Wahlsonntag will Emanuel versuchen, in jeder Straße in allen Gemeindeteilen gewesen zu sein Von SZ-Redakteurin Monika Kühn

Schmelz. Armin Emanuel ist seit 18 Jahren Bürgermeister der Gemeinde Schmelz. Das soll auch seiner Meinung nach so in den nächsten acht Jahren bleiben. Der 51-Jährige gesteht freimütig, dass er für "seinen Beruf lebt". Bis zum Wahlsonntag will Emanuel versuchen, in jeder Straße in allen Gemeindeteilen gewesen zu sein. Bei seinen Besuchstouren begleiten ihn stets drei Parteifreunde aus den einzelnen Ortsteilen. "Ein Viertel der Haushalte werde ich besucht haben." Damit ist der Verwaltungschef direkt beim Thema: Immer mitten drin. Bei seinen Besuchen erfahre er sehr viel über die Bedürfnisse der Menschen, sicherlich komme er auch schon mal zu Diskussionen, aber letztlich überwiege der positive Anteil. Auch Neues oder eine andere Sichtweise werde ihm eröffnet. Das Ganze sei zwar sehr arbeitsintensiv, aber "ich bekomme auch viel zurück". Aber nicht nur zur Wahlkampfzeit will Emanuel "mitten drin sein". Er gratuliert allen Schmelzer Bürgern ab dem 90. Lebensjahr persönlich, geht als Gratulant zu allen goldenen Hochzeiten. "Es gibt keinen Bereich in der Gemeinde, für den ich mich nicht interessiere." Er versuche aber auch, die einzelnen Orte zu integrieren. Schmelz und Hüttersdorf zum Beispiel wachsen zusammen, während Limbach eine ganz andere Struktur habe. Nach Limbach kommen sehr viele Leute aus dem Bohnental. Deshalb müsse auch die Versorgung der Menschen nicht nur in Schmelz und Hüttersdorf, sondern auch in Limbach auf besondere Weise sichergestellt werden. Wichtig ist für den Verwaltungschef auch, beständig und ehrlich den Menschen gegenüber zu sein, offen zu sagen, was machbar ist. Trotz der knappen finanziellen Mittel sei in den vergangenen Jahren in Schmelz vieles auf den Weg gebracht worden. Wenn die Finanz- und Wirtschaftskrise sich nicht dramatisch verschlimmere, stünden die Zeichen gut für einen Verbrauchermarkt in Hüttersdorf. Der Sanierung der Grundschulen und der Ausbau der Krippenplätze sind weitere Anliegen. "Aber bei diesen Dingen ist schon einiges auf den Weg gebracht." Stolz ist Emanuel auch auf seine "gute Mannschaft im Rathaus". Für den 51-Jährigen "gibt es nichts Schöneres, als Bürgermeister meiner Heimatgemeinde zu sein, und das merken die Menschen, wenn man mit Herzblut dabei ist". Warum wollen Sie Bürgermeister bleiben?Armin Emanuel: Seit 18 Jahren lebe ich diesen Beruf. Er macht mir nach wie vor viel Freude. An maßgeblicher Stelle Ideen in die Tat umsetzen zu können, ist einfach reizvoll. Ich habe noch genügend Ideen für die kommenden Jahre, wie die Gemeinde sich weiter entwickeln kann. Was wird sich an Ihrer Arbeit ändern, falls Sie gewählt werden.Emanuel: Nichts. Ich möchte engagiert weiter arbeiten und das Gespräch mit den Bürgern suchen. Welche Maßnahmen werden Sie als erstes in Angriff nehmen?Emanuel: Neben allem anderen will ich in den kommenden Monaten das Konjunkturprogramm II der Bundesregierung umsetzen, das heißt für Schmelz die Sanierung der Stefan- und Johannesschule sowie die Sanierung der Primshalle in Angriff nehmen. Weiterhin will ich die Erweiterung der Firma Meiser voranbringen und die Ansiedlung eines Verbrauchermarktes im Zentrum von Hüttersdorf realisieren. Damit ist die Zeit bis Jahresende mehr als ausgefüllt.