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Ein Ensemble "klangvoll wie ein bunter Fruchtsalat"

Ein Ensemble "klangvoll wie ein bunter Fruchtsalat"

Schmelz. Am Donnerstagnachmittag kamen die 47 jungen Sänger und Sängerinnen des Eastern Cape Children's Choir aus Südafrika in Schmelz-Außen an. Die Kinder sind zwischen 11 und 15 Jahre alt. Zehn Erwachsene machen die Mannschaft komplett. Pastor Ernst Theobald übernahm die offizielle Begrüßung in der Pfarrkirche

Schmelz. Am Donnerstagnachmittag kamen die 47 jungen Sänger und Sängerinnen des Eastern Cape Children's Choir aus Südafrika in Schmelz-Außen an. Die Kinder sind zwischen 11 und 15 Jahre alt. Zehn Erwachsene machen die Mannschaft komplett. Pastor Ernst Theobald übernahm die offizielle Begrüßung in der Pfarrkirche. Er knüpfte an die Fußballweltmeisterschaft an und meinte, da man ja nun im Fernsehen so viel von Südafrika gehört und gesehen habe, freue man sich besonders über die lebendigen Beispiele. Anschließend schwirrten die Chormitglieder aus und eroberten Schmelz. Sie spazierten von der Kirche bis zur Bettinger Mühle. Dort gab es eine Führung. Die Mühle sei "hübsch", sagen Liza (11) und Aya (12). Bridget (12) und Christelle (14) sind von der Pfarrkirche angetan. Sie erklären, es wäre interessant, hier aufzutreten. Sie hätten Kirchen in Südafrika, aber die wären nicht so nett ausgestattet. Übernachtet wurde in Gastfamilien. Am Freitag unternahm die Gruppe einen Ausflug nach Luxemburg. Liza und Aya hat dort vor allem die Tour mit einem Gefährt gefallen, das ausschaut wie ein Zug und wie ein Auto fährt. Runter in die Schlucht sei es gegangen und dann ums Schloss. Debra (12) und Lara (12) gefallen überhaupt die Schlösser am besten. Der Chor unter Leitung von Lionel van Zyl ist international bekannt. Drei Wochen dauert die Tournee, zehn Konzerte und viele Ausflüge stehen auf dem Programm. Wichtig ist, dass Gesang und Raum miteinander harmonieren. So stand denn am Freitag auch nicht nur das Konzert auf dem Arbeitsplan, sondern auch gleich zwei Proben an. Bereits morgens früh um acht wurden die Qualitäten der Kirche getestet. Am späten Nachmittag nach dem Luxemburg-Ausflug folgte die zweite Probe, das Einsingen. Jenny Troskie, die Frau des Organisten Professor Albert Troskie, achtete auf den guten Zusammenklang. Die Mitwirkenden sind ganz verschiedener Herkunft. Jenny Troskie vergleicht das Ensemble klangvoll mit einem bunten Fruchtsalat. Genauso gemischt ist das Programm. Zuerst sang man oben auf der Empore die Messe von Benjamin Britten. Danach folgte geistlicher und weltlicher Gesang am Altar. Ob Mendelssohn oder Mozart, alles klang wunderschön und wurde begeistert aufgenommen. Man hatte auch deutsche Lieder einstudiert und man brachte mit sogenannten "touching songs" aus Südafrika die Kirche in Schwung. Bewegung und Klatschen gehört bei diesen Liedern dazu. Am 12. Dezember folgt ein Adventskonzert in St. Marien mit Ingrid Paul an der Blockflöte und Professor Leo Krämer an der Orgel und am Cembalo. red