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Ein Abend voller Überraschungen: Jazzer und Streichorchester

Ein Abend voller Überraschungen: Jazzer und Streichorchester

Um die Möglichkeiten der ohnehin raren Kombination "Jazzband trifft Streichorchester" nach allen Regeln der Kunst auszutesten, haben sich das von Michael Goldbach geleitete Kammerorchester der Otto-Friedrich Universität Bamberg und das "Quartett Übertonreihe" der Hochschule für Musik Saar (HfM) zu einem Arbeitsprojekt zusammengetan - verdienter Beifall brandete am Samstag im HfM-Konzertsaal für einen überraschungsträchtigen Abend.

Eher traditionelle Kost gab's ebenfalls: ansteckenden Swing, mit Streicherschmelz garniert, und Edelfolklore, etwa von Piazzolla. Und Gershwins Uraltklassiker "Lullaby" in einem filigranen Orchestergewand. In die spannungsreichen Gefilde der experimentellen Neuen Musik hingegen entführte Peter Hochs auf grafischer Notation beruhendes Opus "Spielplan I - Phasen" (1973), bei dem sich alle Beteiligten klangforscherisch betätigen konnten. Vielfache Schlüsselfunktionen übernahmen die Überton-Mannen Manuel Scherer, Florian Seefeldt, Stephan Goldbach und Leo Kwandt, so mit ihrem maßgeschneiderten Werkstattbeitrag "Bamberch Suite" (Uraufführung) - hier waren die erwarteten Dialoge zwischen Combo und Streichern facettenreich verwirklicht.