Dornenkronen-Reliquie wird am Karfreitag wieder gezeigt

Dornenkronen-Reliquie wird am Karfreitag wieder gezeigt

Ein kleiner Splitter auf Goldbrokat unter Bergkristall, versiegelt für die Ewigkeit in einer silbernen Kapsel, was auf den ersten Blick wie ein winziges Stückchen Holz aussieht, soll aus der Dornenkrone Jesu Christi stammen.

Die angebliche Dornenkrone-Reliquie ist die einzige im ganzen Bistum Trier und kann am Karfreitag von 9 bis 21 Uhr in einer kleinen Kapelle in Primsweiler bestaunt werden. Zur stillen Verehrung stellt Norman Turner das kostbare Reliquiar nun schon seit 16 Jahren immer am Karfreitag aus. Seine kleine Hauskapelle mit dem liebevoll geschmückten Altar und den hölzernen Ikonen an der Wand öffnet dann ihre Pforten für Besucher und gibt ihre Schätze preis. Von einem Mauerstück des Herodianischen Tempels über Holzfragmente vom Kreuz Jesu bis hin zu einem wertvollen byzantinischen Doppelkreuz ist die Kapelle ein wahrer Fundort für Raritäten. An der Echtheit der Reliquien, so attestierte zumindest die katholische Kirche, gebe es keine Zweifel.

Das Sammeln scheint Turner im Blut zu liegen, denn auch seine adeligenVorfahren frönten schon der Sammelleidenschaft. Seine Ahnenlinie konnte er bis auf Kaiser Karl den Großen zurückverfolgen, in dessen Nachfolge es immer wieder Reliquien-Sammler gab. Mit diesem berühmten Vorfahr sieht er sich fest verwurzelt in der katholischen Tradition - mit ein Grund für sein Interesse an christlichen Glaubenszeugnissen.

Besichtigungen am Karfreitag, 25. März, von 9 bis 21 Uhr, Böschenstraße 11, Primsweiler. Eintritt kostenlos, Spenden kommen der Mission zu Gute.