Die Verwirrung ist komplett

Die Sportfreunde Hüttersdorf kämpfen als Vizemeister der Bezirksliga Merzig-Wadern um den Aufstieg in die Landesliga. Der genaue Modus der Aufstiegsrunde entscheidet sich aber erst morgen. Auch drei andere Kreis-Teams sind über das Saison-Ende hinaus im Einsatz.

Die Sportfreunde Hüttersdorf haben sich als Vizemeister der Fußball-Bezirksliga Merzig-Wadern für die Aufstiegsrunde zur Landesliga West qualifiziert. Neben den SF sollen an dieser Runde noch der FSV Lauterbach (Vizemeister der Bezirksliga Saarlouis) und die DJK Ensheim (Vizemeister der Bezirksliga Saarbrücken) teilnehmen. Ensheim und Lauterbach treffen heute um 19 Uhr in Rockershausen im ersten Spiel der Runde aufeinander.

Doch ob die Dreier-Runde danach weitergespielt wird, entscheidet sich erst kurzfristig. Der Grund: Wenn der TuS Herrensohr heute im Entscheidungsspiel gegen den TuS Steinbach den Aufstieg in die Saarlandliga schafft und gleichzeitig die SF Saarbrücken ihr Entscheidungsspiel gegen die SG Wahlen-Niederlosheim um den Verbandsliga-Aufstieg gewinnen, würden in der Landesliga Süd zwei Plätze frei. Ensheim und Lauterbach wären dann automatisch aufgestiegen. Die Relegationsrunde würde nicht mehr zu Ende gespielt.

Doch jetzt wird es kurios: Denn Hüttersdorf wäre in diesem Fall zwar das letzte verbliebene Team der Aufstiegsrunde. Doch den automatischen Aufstieg bedeutet das dennoch nicht. "Dieser spezielle Fall ist in unserer Spielordnung bislang nicht geregelt", sagt Adalbert Strauß, der Spielleiter beim Saarländischen Fußball-Verband. "Der Verbandsspielausschuss hat deshalb entschieden, dass Hüttersdorf in diesem Fall ein Entscheidungsspiel gegen den Drittletzten der Landesliga West um den Aufstieg machen würde." Dies wäre der FSV Saarwellingen. Bei Hüttersdorf sorgt diese Entscheidung für Verärgerung. "Wir wären ja als einziger Teilnehmer einer Aufstiegsrunde eigentlich aufgestiegen. Dass wir dann noch einmal gegen Saarwellingen spielen müssen, ist für mich nicht nachvollziehbar", sagt Marko Hirt vom Hüttersdorfer Spielausschuss.

Um den Aufstieg in die Landesliga im Nordost-Bereich wird es dagegen definitiv nur ein Entscheidungsspiel geben. Auch hier sollte ursprünglich eine Dreier-Runde mit den Vizemeistern der Bezirksliga Neunkirchen (SC Falscheid), der Bezirksliga St. Wendel (SG Neunkirchen-Selbach) und der Bezirksliga Homburg (SC Blieskastel-Lautzkirchen) stattfinden. Da in der Landesliga Ost aber ohnehin ein Platz frei war, steigt Blieskastel direkt auf. Somit spielen nun Neunkirchen-Selbach und Falscheid den Aufsteiger in die Landesliga Nord aus. Die Begegnung steigt heute um 19 Uhr in Marpingen.

Falscheid sicherte sich am Sonntag durch ein 1:0 beim SV Stennweiler Rang zwei in der Bezirksliga Neunkirchen. Neunkirchen-Nahe kletterte durch ein 3:1 beim FC Niederkirchen auf Rang zwei, weil der bisherige Zweite SG Wolfersweiler-Gimbweiler mit 1:4 gegen die SG Bostalsee verlor.

Auch für zwei andere Mannschaften aus dem Kreis Saarlouis ist die Saison nicht zu Ende: Der FV Schwalbach II und die SSV Überherrn II nehmen noch an der Aufstiegsrunde der A-Klassen-Zweiten zur Bezirksliga im Südwest-Bereich teil. Sieben Vizemeister ermitteln dabei einen zusätzlichen Aufsteiger. Im Viertelfinale spielt der FV Schwalbach II heute Abend um 19 Uhr in Differten gegen den SV Walpershofen II. Die SSV Überherrn II trifft zeitgleich in Quierschied auf den FC St. Arnual. Im Halbfinale würde Überherrn II am Sonntag auf Borussia Püttlingen treffen. Schwalbach II hätte es mit dem Sieger der Begegnung FC Fitten gegen SV Thailen zu tun.

Zum Thema:

Am Rande Der SV Werbeln muss nach nur einem Jahr wieder aus der Bezirksliga Saarbrücken absteigen. Trotz eines 3:1-Sieges am letzten Spieltag bei Schlusslicht FC Rastpfuhl II konnte das Team von Markus Bare Abstiegsplatz 15 nicht mehr verlassen, da der direkte Konkurrent ATSV Saarbrücken zu einem 3:2-Erfolg gegen den Tabellendritten SV Emmersweiler kam. Bitter für Werbeln: Emmersweiler führte lange 2:1, ehe der ATSV die Begegnung in den letzten neun Minuten durch zwei verwandelte Foulelfmeter von Nick Ackermann noch drehte. sem