Die Marienkapelle in Hüttersdorf wird derzeit renoviert

Marienkapelle : Neues Dach und schöner Glockenturm

An der Marienkapelle in Hüttersdorf finden Renovierungsarbeiten statt. An Mariä Himmelfahrt gibt es ein Fest.

Dach und Turm der Hüttersdorfer Marienkapelle werden derzeit renoviert. „Die Kosten hierfür belaufen sich auf etwa 50 000 Euro“, sagt Nicolas Lorenz, Vorsitzender des Kapellenvereins. Die Kosten werden durch beantragte Zuschüsse der Pfarrei, Spenden und Eigenleistungen des Kapellenvereins gedeckt.

Ausgeführt werden die Arbeiten vom Riegelsberger Dachdeckerbetrieb Karl Jost und dem Schmelzer Kunstschmied Kurt Jenal in Absprache mit Marcell Hürtgen von der Denkmalpflege des Bistums Trier. Nach Abschluss der Renovierung findet an Mariä Himmelfahrt am Donnerstag, 15. August, das jährliche Fest rund um die Kapelle statt. „Das Kapellenfest ist fester Bestandteil des kulturellen Lebens in unserer Großgemeinde, weshalb wir jetzt schon zu der Veranstaltung einladen“, sagt Lorenz. Höhepunkt des Festes ist die Heilige Messe als Feldgottesdienst an der frisch renovierten Kapelle, die um 10 Uhr beginnt.

„Tragende Holzbauteile im Dachstuhl sind durch eingedrungenes Regenwasser angefault, weshalb die Sanierung dringend notwendig war“, erzählt Manfred Pfeiffer. Der rührige 78-Jährige ist Organisationsleiter im Kapellenverein. Die maroden Dachhölzer werden nun durch eine Stahlkonstruktion ergänzt und neu ausgesteift. Zudem wird der Glockenturm mit Naturschiefer neu ausgekleidet. „Auch das Turmkreuz und der Hahn sind saniert und wurden bereits im Juli in der Pfarrkirche Kreuzerhöhung gesegnet“, ergänzt Paul Müller. Der 66-Jährige ist Beisitzer im Kapellenverein und kümmert sich gemeinsam mit weiteren Vereinsmitgliedern seit Jahren um die Pflege des Kapellenumfeldes. „Die 1948 auf einem Hügel, genannt Nachtrech, von Einheimischen erbaute Kapelle hat einen festen Sitz im Leben der Hüttersdorfer“, erzählt Pfarrer Thomas Damke. Sie werde täglich von vielen Gläubigen aufgesucht und zudem fänden dort Andachten sowie Abendgebete zu bestimmten Zeiten statt.

„Die malerisch gelegene Kapelle ist ein Ort der Ruhe und Besinnung“, sagt Kapellenvereinsvorsitzender Lorenz. „Weil ich eine besondere Beziehung zur Muttergottes habe, bin ich gerne hier“, erzählt Organisationsleiter Pfeiffer. Der 90-jährige Erwin Schmitt erinnert sich noch an den Anlass für den Bau der Kapelle: „Da unser Ort im Krieg von größeren Zerstörungen verschont blieb, haben Pfarrangehörige als Dank an die Gottesmutter diese Kapelle gebaut“. „Weil wir nicht weit von der Kapelle entfernt wohnten, hatte ich schon als Kind eine besondere Beziehung zu der kleinen Kirche“, erzählt Monika Hahn, stellvertretende Vorsitzende des Kapellenvereins. Der Verein wurde 2004 mit Unterstützung der Kolpingfamilie gegründet und hat sich als Ziel die Pflege und Erhaltung der Kapelle gesetzt.

Mehr von Saarbrücker Zeitung