Die Gemeinde Schmelz blickt auf ein ereignisreiches Jahr zurück

Rückblick Schmelz : Umbruch im Rathaus nach Jahrzehnten

Der Radweg kam, das Dorfgemeinschaftshaus Limbach und nach vielen Jahren ein Wechsel an der Rathaus-Spitze.

Höhepunkte 2019 waren in der Gemeinde Schmelz die Fertigstellung des Radweges zwischen Limbach und Schattertriesch und die Einweihung des Dorfgemeinschaftshauses Limbach. Aber auch die Verabschiedung von Bürgermeister Armin Emanuel, der in Ruhestand ging. Die Ära des dienstältesten Bürgermeisters im Saarland endete im September. Mehr als 28 Jahre war Emanuel (SPD) Bürgermeister der heute 16 000 Einwohner zählenden Gemeinde Schmelz. Wolfram Lang übernahm im Oktober die Amtsgeschäfte im Rathaus, nachdem er sich im Mai bei der Wahl denkbar knapp gegen seine Mitbewerber durchgesetzt hatte.

Im April ging ein jahrzehntelang gehegter Wunsch der Schmelzer Bevölkerung in Erfüllung: Der 1,2 Kilometer lange Abschnitt des Primstal-Radweges zwischen Limbach und Schattertriesch entlang der L 145 wurde fertiggestellt.

Im Oktober konnte das neue multifunktionale Dorfgemeinschaftshaus Limbach seiner Bestimmung übergeben werden. Der Erhalt und die Sanierung der alten Schule als Dorfgemeinschaftshaus war ein großes Anliegen der Limbacher Vereine. Die Sanierung erfolgte in enger Abstimmung mit ihnen. Neben den Vereinsräumen steht ein ehemaliger Klassensaal im Erdgeschoss künftig für eine multifunktionale Nutzung zur Verfügung.

Die Gemeinde Schmelz und ihre Eigenbetriebe Wasserwerk und Abwasser haben im Jahr 2019 ein Investitionsprogramm in einer Größenordnung von über fünf Millionen Euro umgesetzt, wobei alle Zuschussmöglichkeiten ausgeschöpft wurden. Die Schwerpunkte lagen im Straßen- und Kanalbau, den Schulen, der Wasserversorgung, dem Hochwasserschutz und dem Brandschutz.

Als Folge der Starkregenereignisse 2018 wurden im Haushalt Mittel für Maßnahmen zum Hochwasserschutz bereitgestellt, die für die vorbereitenden Arbeiten zur Erstellung einer Starkregenvorsorgestudie verwandt wurden.

Bei Starkregenereignissen kam es im Ortsteil Michelbach zu Überlastung des Michelbaches, was zu Rückstau und Überschwemmungen führte. Mit Unterstützung des Ministeriums für Umwelt und Arbeitsschutz wurde ein Retentionsraum im Bereich der Wahlener Straße gebaut, der bei Hochwassergefahr bis zu 1000 Kubikmeter zurückhalten und kontrolliert ableiten wird.

Die Sanierung der den Rinkerbach in der Schließstraße in Hüttersdorf fassenden maroden Mauern ist eine weitere Maßnahme zum Hochwasserschutz. Die aufwändige und kostenintensive Maßnahme wurde im Jahr 2017 begonnen. Die ersten vier Bauabschnitte werden bis Ende 2020 abgewickelt.

Ein Investitionsschwerpunkt der Gemeinde ist die Erneuerung des Fuhrparks der Freiwilligen Feuerwehr und damit die Umsetzung des Brandschutzbedarfsplanes. 2019 wurde im Löschbezirk Limbach ein neuer TLF 3000 in Dienst gestellt. Er ersetzt den 35 Jahre alte Vorgänger. Die Ausstattung trägt den veränderten Einsatzbedingungen Rechnung. Der nächste Schritt ist die Anschaffung eines neuen Löschfahrzeuges für den Löschbezirk Hüttersdorf in 2020.

Zur Intensivierung der Jugendarbeit wurde ein Anhänger mit Übungsgerät, Infomaterial und Freizeitmaterial angeschafft, der der vorbeugenden Brandschutzarbeit in Kindergärten und Schulen sowie der Ausbildung der Jugendwehren dient.

Der alte Wasserhochbehälter im Gemeindebezirk Dorf wurde zu einem Löschwasserbehälter umfunktioniert. Der Ende 2018 fertiggestellte neue Brunnen 8 wurde über den Brunnen 7 an das Wasserwerk angebunden. Auch mit der Erneuerung der Versorgungsleitungen der Förderbrunnen an das Wasserwerk wurde begonnen. Das umfasst auch den Anschluss der Brunnen an das Notstromaggregat des Wasserwerkes; damit ist auch bei Stromausfällen die Wasserversorgung gewährleistet. Die Förderleitung zum Wasserhochbehälter Gischberg wurde erneuert. Mit diesen Maßnahmen ist die Wasserversorgung in Schmelz für die nächsten Jahre gesichert.

Hier wurde es ernst: Der neue Bürgermeister Wolfram Lang leistete 2019 in Schmelz den Amtseid, den die zweite Beigeordnete, Rosi Grewenig, vorliest. Foto: Axel Künkeler

Ein wichtiges Zukunftsthema ist der Datenschutz und die Datensicherung innerhalb der Verwaltung. Die Gemeinde ist dabei, gemeinsam mit 20 weiteren Kommunen, ihre Daten in ein Rechenzentrum auszulagern.