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Leserbrief Windräder
„Der Profit steht an erster Stelle“

Windräder

Mit der Zustimmung des Schmelzer Gemeinderates für den Bau zweier Monsterwindräder auf „Historisch altem Wald“ im Bereich der Sodixhütte und in unmittelbarer Nähe zur Ortsrandbebauung von Körprich setzt die Ratsmehrheit ihre umstrittene Windradpolitik fort. Die Euros für die Gemeindekasse und der Profit von Energiekonzernen und Kapitalanlegern sind offensichtlich wichtiger, als das Wohl der Menschen, die in der Nähe der Windräder wohnen oder ein über 200 Jahre altes Waldgebiet. Im Staatswald dürfte an dieser Stelle ein Windrad nicht errichtet werden. Die Stromriesen erhalten immer höhere Subventionen über die EEG-Umlage, die Verpächter vom Land exorbitant hohe Pachtzinsen, die Kapitalanleger Renditen, von denen Sparer nur träumen, der Industrie werden Sonderkonditionen gewährt. Bezahlen muss diesen ganzen Wahnsinn der „kleine Mann“, und wenn er nicht mehr zahlen kann, wird ihm der Strom abgestellt. Überschüssiger Windstrom wird darüber hinaus bei unseren europäischen Nachbarn entsorgt; dafür zahlt der Stromkunde ebenfalls. Aber Hauptsache, die Kasse der Gemeinde Schmelz stimmt.


Werner Backes, Schmelz