| 20:18 Uhr

Futsal
Der HSV ist doch eine Nummer zu groß

Jonas Caryot.
Jonas Caryot. FOTO: Barth
Schmelz. Saar Warriors verpassen den Einzug ins Halbfinale um die deutsche Meisterschaft. Von Philipp Semmler

Der in der Gemeinde Schmelz beheimatete Futsal-Club Warriors Saar ist im Viertelfinale der deutschen Meisterschaft erwartungsgemäß ausgeschieden. Der südwestdeutsche Regionalmeister zog beim hoch favorisierten deutschen Rekordmeister Hamburger SV Panthers mit 3:7 (1:3) den Kürzeren.


Die Enttäuschung über die zu erwartenden Niederlage hielt sich bei den Saarländern aber in Grenzen: „Wir waren ziemlich positiv überrascht, dass wir so gut mithalten konnten“, erklärte „Warrior“ Jonas Caryot (19), der normalerweise für den Saarlandligisten VfL Primstal die Schuhe schnürt. „Vor allem in der ersten Halbzeit war das richtig gut von uns. Wenn es zur Pause Unentschieden steht, kann sich Hamburg nicht beschweren.“

Dabei hatte die Partie richtig schlecht für die Warriors begonnen: Die Gastgeber gingen schon nach 18 Sekunden durch Mohamed Labiadh in Führung. Wenig später erhöhte der Favorit, wieder durch Labiadh, auf 2:0. Mit einem satten Schuss ins linke Eck gelang dem derzeit vereinslosen Ex-Nationalspieler Philipp Wollscheid aber postwendend der erste Treffer für die Saarländer. Aber Hamburg schlug Sekunden vor der Pause erneut zu. Onur Saglam traf da zum 3:1 für die Panthers.



Im zweiten Durchgang machte der Rekordmeister den Sack zu. Da zog der HSV durch den dritten Treffer von Labiadh sowie Tore von Danijel Suntic und Ian-Prescott Claus auf 6:1 davon. „Da hat man gesehen, dass die drei Mal in der Woche Futsal trainieren“, fand Caryot. „Die Panthers zeigten viele einstudierte Spielzüge – und auch für jeden Einwurf und jede Ecke hatten sie mehrere Varianten.“

Doch die Warriors gaben trotz des nun aussichtslosen Rückstandes nie auf: Pascal Limke (ebenfalls vom VfL Primstal) und Marcel Lorig vom Verbandsligisten  FC Noswendel Wadern verkürzten für den Außenseiter auf 3:6, ehe Dennis Urdin zum 7:3-Endstand für die Hamburger traf. Damit muss das Saarland weiter auf den ersten deutschen Futsal-Meister aus unserem Bundesland seit 2007 warten. Damals hatte der FV Eppelborn den Titel geholt – und Deutschland auch beim Uefa-Futsal-Cup vertreten.