1. Saarland
  2. Saarlouis
  3. Schmelz

Bürgermeisterwahl: Vera Koch tritt als Einzelbewerberin in Schmelz an.

Bürgermeisterwahl in Schmelz : Sie möchte ein kunterbuntes Rathaus

Die 55-jährige Vera Koch aus Hüttersdorf tritt als Einzelbewerberin an.

Vera Koch bewirbt sich parteiunabhängig für das Amt der Bürgermeisterin in der Gemeinde Schmelz. Die 55-jährige Mutter von zwei Kindern („und zweifache Oma“) ist seit 17 Jahren Frauenbeauftragte der saarländischen Vollzugspolizei. Die ausgebildete Kauffrau war zunächst in einem Industrieunternehmen in Saarlouis beschäftigt. Sie lebt seit 1984 in Hüttersdorf, „ist aber ein Nalbacher Mädchen“. Sie ist in einer kinderstarken Arbeiterfamilie aufgewachsen. Ehrenamtlich engagiert sie sich als stellvertretende Landesvorsitzende bei der Gewerkschaft der Polizei (GdP) und dem geschäftsführenden Bundesfrauenvorstand der GdP. Was würde sich bei ihr verändern, wenn sie die Wahl gewinnen würde? Koch: „Mein Umfeld würde ich verändern, aber nicht mein Engagement. Auch würde ich nicht meinen Idealismus aufgeben, etwas zu erreichen.“

Sich zur Wahl der Bürgermeisterin zu stellen, sei eine ganz persönliche Entscheidung, „weil in der Gemeinde Schmelz politischer Stillstand herrscht, der durch die sichtbaren Eigeninteressen der politisch Verantwortlichen begründet liegt und die sozialdemokratisch Verantwortlichen das soziale Gefüge in der Gemeinde vernachlässigt haben“. Sie ist der Meinung, dass das Amt der Bürgermeisterin in eine unparteiische Hand gehört. „Ich möchte alle Parteien in den Ortsräten und dem Gemeinderat zusammenführen.“

Wenn sie drei Dinge direkt umsetzen könnte, was würde sie als Erstes tun? Koch: „Bürgerbeteiligung würde ich umgehend auf den Weg bringen. Die Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf ist mir wichtig. Und vor allem möchte ich ein offenes, kunterbuntes Rathaus.“ Das Amt der Bürgermeisterin soll ihrer Meinung auch gläsern, offen, transparent sein. „Wenn die Bürgerinnen und Bürger etwas von mir wollen, sollen sie mich auch sehen und erreichen.“ Sie möchte das Büro sichtbarer werden lassen. Als Bürgermeisterin sieht sie sich mittendrin, für den Menschen mit den Menschen, ganz nach ihrem Slogan: „Du + Ich = Wir.“ Wichtig sei ihr vor allem auch, dass beispielsweise Menschen mit Behinderung ins Rathaus kommen können. „Wer nicht mobil ist, wird zu Hause abgeholt.“Auf Wahlplakate hat sie verzichtet. Sie hat einen Flyer drucken lassen, den sie persönlich an alle Haushalte verteilt hat. Außerdem hat sie drei Spendenaktionen in drei verschiedenen Ortsteilen angeboten, bei denen sie Waffeln bäckt. Der Erlös geht an gemeinnützige Projekte.