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Bei Fußball-Bezirksliist STV Urweiler tut sich einiges

Fußball : Neuer Platz, neues Flutlicht, neuer Trainer

Bei Fußball-Bezirksligist Urweiler wird sich in den kommenden Monaten einiges tun: Der Platz erhält ein neues LED-Flutlicht, danach bekommt der Kunstrasen eine neue Decke. Im Sommer gibt es schließlich noch eine Veränderung im Trainer-Team.

Der Spielbetrieb ruht aufgrund der Corona-Pandemie – dennoch tut sich beim Fußball-Bezirksligisten STV Urweiler in den nächsten Wochen und Monaten einiges. Bereits in wenigen Tagen soll am Sportplatz die Flutlicht-Anlage erneuert und mit modernster LED-Technik ausgestattet werden. „Im April soll unser Kunstrasenplatz dann eine neue Decke erhalten“, verrät Geschäftsführer Andreas Mörsdorf.

Da nur die Oberschicht erneuert werden muss, sollen diese Arbeiten binnen drei Wochen abgeschlossen sein. Dennoch schlägt das Projekt mit Kosten zwischen 170 000 und 180 000 Euro zu Buche. Insgesamt rund zwei Drittel der Kosten bekommt der Verein als Zuschuss von der Sportplanungs-Kommission und der Stadt St. Wendel. Den Rest muss der STV selbst stemmen. „Mit dem Flutlicht zusammen kommen wir dieses Jahr auf Investitionen von 70 000 bis 80 000 Euro“, rechnet Mörsdorf vor. In Zeiten, in denen immer mehr Vereine aufgrund der Pandemie über Einnahme-Einbußen klagen, kein Pappenstiel. Urweiler aber schafft das. „Der alte Platz ist bereits seit fünf Jahren abbezahlt, und seitdem ist es uns gelungen, Rücklagen zu bilden“, klärt Mörsdorf auf.

Denn schließlich wussten die Verantwortlichen, dass der mittlerweile 14 Jahre alte – und stark genutzte - Kunstrasen irgendwann erneuert werden muss. Deshalb packten die Mitglieder in der jüngeren Vergangenheit tatkräftig in Form von Diensten bei Veranstaltungen wie dem St. Wendeler Marathon oder beim St. Wendeler Stadtfest mit an – um dadurch Einnahmen zu generierren. „Ganz ohne einen Kredit werden wir aber auch jetzt nicht auskommen“, weiß Mörsdorf.

Im Sommer wird es beim STV zusätzlich noch eine Veränderung im Trainer-Team geben: Während mit Spielertrainer Jan Stutz einer der beiden amtierenden Übungsleiter des Bezirksligisten verlängert hat, scheidet mit Ingo Eickmann der andere auf eigenen Wunsch aus: „Ich bin jetzt seit 2007 durchgehend Trainer, da möchte ich mir einfach mal eine Auszeit gönnen“, so der 44-Jährige. „Unter den aktuellen Corona-Bedingungen macht es auch einfach keinen Spaß.“

Eickmann hatte Urweiler 2018 von der Kreis- in die Bezirksliga geführt.„Ich denke, dass ich den Verein damit auf die richtige Bahn gebracht habe“, zieht der Familienvater ein zufriedenes Fazit. Ein klein wenig wurmt es Eickmann aber noch, dass die vergangene Spielzeit coronabedingt abgebrochen wurde. „Da waren wir Vierter – und richtig gut drauf. Ich denke, da wäre noch was möglich gewesen.“

Zur Vertragsverlängerung von Stutz sagt Mörsdorf: „Der STV ist der Heimatverein von Jan, und wir hoffen, dass er noch einige Jahre bei uns bleibt.“ Stutz musste nicht lange überlegen: „Es war für mich von Anfang an klar, dass es bei meinem Heimatverein ein längerfristiges Engagement sein soll. Ich möchte hier etwas aufbauen.“ Der 32-Jährige war 2018 vom damaligen Oberligisten FV Eppelborn zunächst als Spieler nach Urweiler zurückkehrt, 2019 wurde er dann auch Trainer.

Den Nachfolger von Eickmann hat der Verein inzwischen auch schon gefunden – und zwar in den eigenen Reihen: Luca Greco, der vor dieser Saison als Spieler von Saarlandliga-Absteiger 1. FC Reimsbach zum STV wechselte, wird kommende Runde ein Spielertrainer-Duo mit Stutz bilden. „Wir haben Luca schon als Spieler mit dem Gedanken verpflichtet, dass er ins Übungsleiter-Team aufrückt, wenn einer unserer beiden Trainer mal aufhört“, berichtet Mörsdorf. Daher war der 29-Jährige, der eine Saison für den SV Hasborn in der Oberliga und mehrere Spielzeiten für den VfL Primstal in der Saarlandliga aktiv war, nun auch der erste Ansprechpartner. „Als die Anfrage kam, musste ich auch nicht lange überlegen“, sagt Greco, der bei der SG Wadrill-Sitzerath und den SF Güdesweiler schon Spielertrainer-Erfahrung gesammelt hat. „Ich denke, dass Jan und ich uns gut ergänzen. Wir haben uns schon während unserer Zeit in Hasborn gut verstanden.“

Spätestens zu Beginn der kommenden Saison will Greco dann auch sein Pflichtspiel-Debüt auf dem Feld für Urweiler feiern. Denn wegen einer Operation nach einer Fußverletzung konnte der 29-Jährige diese Saison noch nicht für seinen neuen Club auflaufen. Neben ihm fielen zahlreiche weitere Stammkräfte wie Ken Rein (Achillessehnen-Anriss) oder Kapitän Mirko Sträasser (Schulterbruch) längerfristig aus. Darin sieht Geschäftsführer Mörsdorf auch den Hauptgrund, dass es in der aktuellen Spielzeit vor der Corona-Unterbrechung für Urweiler eher mäßig lief. Mit sieben Punkten aus sechs Begegnungen liegt der STV nur auf dem elften Tabellenplatz.

In der Saison 2021/22 soll es aber wieder besser werden. „Mit unserem Kader und dem guten Zusammenhalt, den wir haben, sollte ein Platz im vorderen Drittel drin sein“, findet der künftige Trainer Greco.