Alte Schule in Limbach wird zum multifunktionalen Dorfgemeinschaftshaus

Umbau : Für 963 Taler gebaut, für eine Million saniert

Die Alte Schule in Limbach wird zum multifunktionalen Dorfgemeinschaftshaus. Am Freitag war die Einweihung.

Der Umbau der alten Schule im Ortsteil Limbach ist abgeschlossen. Am Freitag wurde sie ihrer neuen Bestimmung als multifunktionales Dorfgemeinschaftshaus durch Bürgermeister Wolfram Lang (SPD) übergeben. An der Einweihungsfeier nahmen neben Vertretern von Orts- und Gemeinderat sowie Vereinen auch Sebastian Thul, Staatssekretär im Umwelt-Ministerium, Sandra Quinten, die Erste Beigeordnete der Gemeinde Schmelz und der Limbacher Ortsvorsteher Bernhard Zimmer teil.

„Unser Ziel ist es, allen Vereinen eine Heimat zu geben“, begründete Bürgermeister Lang die kommunale Investition. In zahlreichen Sitzungen habe man die „Vereine ins Boot“ genommen und das Nutzungskonzept abgestimmt. Nach seinem Eindruck seien die Vereine nun „überglücklich“. Das ehemalige Lehrerzimmer wird künftig vom Rad- und Wanderverein „City Mungos“ genutzt, die alten Klassenräume vom Wander- und Trachtenverein, dem Berg- und Hüttenarbeiterverein, dem Arbeitskreis für Pfarr- und Ortsgeschichte und dem Musikverein „Instrumental“ Limbach. Darüber hinaus sind im Obergeschoss der Spielkreis der Katholischen Erwachsenenbildung (KEB) und der Jugendtreff der katholischen Kirche untergebracht.

Der „schönste Probenraum in der Gemeinde“ und mit 115 Quadratmetern größte Saal in der alten Schule steht dem Musikverein zur Verfügung. Hier im barrierefreien Erdgeschoss sind Akustik-Decken angebracht, ebenso nebenan im Multifunktionsraum, in dem künftig die Sitzungen des Ortsrates und die Bürger-Sprechstunden des Ortsvorstehers durchgeführt werden. Aber auch für diverse Veranstaltungen von Vereinen und Sprachkurse für Flüchtlinge steht dieser Raum zur Verfügung.

Im Keller befindet sich eine moderne Heizungsanlage. Zudem wurde „viel in den Brandschutz investiert“, betonte der Bürgermeister. Ganz wichtig sei auch die Trockenlegung des dringend sanierungsbedürftigen Gebäudes gewesen. Wolfram Lang dankte dem Architekturbüro Lauck, dem Planungsbüro Denz und Kiefer sowie den zahlreichen Fachfirmen für die „hervorragende Arbeit“. Die Kosten der Maßnahme bezifferte er mit „fast einer Million Euro“.

Viele Gäste nutzten die Gelegenheit und schauten sich den neuen Mittelpunkt des Limbacher Dorflebens an – auch der Schmelzer Bürgermeister Wolfram Lang und Umwelt-Staatssekretär Sebastian Thul (Mitte von rechts). Foto: Axel Künkeler

Der Gesamtbetrag von genau 929 748,31 Euro wurde zur Hälfte vom Land (Entwicklungsplan für den ländlichen Raum 2014-2020), der Europäischen Union und der Bund-Länder-Gemeinschaftsausgabe zur „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ getragen. Auf den Eigenanteil von 466 518,73 Euro hat die Gemeinde eine Bedarfszuweisung von 77 205 Euro vom Innen-Ministerium. Zudem musste die Gemeinde die Kosten für die Trockenlegung des Gebäudes in Höhe von 146 467,53 Euro vollständig tragen. Mehr als eine halbe Million Euro wurden also aus dem Schmelzer Kommunalhaushalt bereitgestellt. Ein Neubau auf der grünen Wiese („vielleicht noch teurer“) sei aber keine echte Alternative gewesen, betonte Sebastian Thul. Die alte Limbacher Schule sei ein „Identifikationspunkt im Ort“, sagte der Umwelt-Staatssekretär, „hier findet das Dorfleben statt.“ Mit der Förderung wolle das Land den ländlichen Raum stärken. Bei einem Rundgang durch die alte Schule konnten sich die Gäste der Einweihungsfeier anschließend selbst davon überzeugen, bevor die Offiziellen das Gebäude endgültig seiner neuen Bestimmung übergaben.

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