| 20:33 Uhr

Kappensitzung
„Zu jeder närrischen Schandtat bereit“

Volle Bühne und auch volles Haus hieß es beim ersten Gala-Abend der Gold-Blauen-Funken in Saarwellingen.
Volle Bühne und auch volles Haus hieß es beim ersten Gala-Abend der Gold-Blauen-Funken in Saarwellingen. FOTO: Johannes A. Bodwing
Saarwellingen. In der Saarwellinger Festhalle standen die Karnevalisten beim ersten Gala-Abend der Gold-Blauen-Funken Kopf.

Dutzende von Gardemädchen standen Spalier vom Eingang der Saarwellinger Festhalle bis hinauf vor den Saal. Am Samstagabend feierten dort von 19.11 Uhr bis kurz vor 1 Uhr nachts die Gold-Blauen-Funken ihren ersten großen Gala-Abend: vor voll besetzen Tischreihen. „Zu jeder närrischen Schandtat bereit“, begrüßte Präsident Thomas Nilius das bunt verkleidete Publikum. Später überreichte er Norbert Müller-Adams den Josef-Fritz-Gedenkorden für Verdienste um Karneval, Brauchtum und Kultur in Saarwellingen. „Norbert ist die graue Eminenz des Saarwellinger Vereinslebens“, brachte Nilius die Aktivitäten des Geehrten auf den Punkt. Der organisiere schon lange einen Großteil der Veranstaltungen im Ort.


Der ausgelassene Narrenabend lief unter dem Motto „Wellinger Narren erobern die Welt“. Dabei brachten die Gold-Blauen-Funken bunte Tänze auf die Bühne, einen singenden Elferrat, schräge Gags und rasante Gardemärsche. Die „Tanzmäuse“ stachen als kleine Matrosen in See. Gardemädchen überzeugten mit einfallsreichen Choreografien und farbenfrohen Kostümen. Zum Abschluss tobte das Männerballett als Ritter und Hofdamen über die Bretter. Wie ein griechischer Gott fühlte sich Michelle Jenals Vater, berichtete sie ihrer besten Freundin Jaqueline Caspar. Aber sie musste ihm leider klar machen, „dass Buddha kein griechischer Gott ist“.

Der „Vertreter vom Hausmeister“ (Thomas Nilius) wurde den Voraussetzungen für diesen Job mehr als gerecht, „rein optisch – ich sehe zu gut aus“. „Et Schnisskett“ (Melissa Ernst) bedankte sich, die Intelligenz der Mutter bekommen zu haben. Denn „da Papa hat seine jo noch“. „Nächsten Montag mache ich Diät“, kündigte Christian Nagel seiner Carmen an. Die Vorräte habe er vorsorglich schon mal vertilgt. „Wir gehören zusammen, wie der Wind und das Meer“, sang der Elferrat und holte das Publikum mit stimmungsvollen Urlaubsliedern von den Sitzen. Als „Aufguss-Tussi“ berichtete Tina Fery-Daub aus der Sauna und von den Wellinger Fußballern. „Die senn jo wie gedrechselt.“ Kim Molitor erzählte Details aus dem Leben von Prinz Gero I., seinem Cousin. Und hoffte „nach dem Programm schwätze ma noch zusammen“. „Mich hat ein Mann verfolgt“, klagte Seins (Sarah Jost). Dazu meinte Thomas Metzger als „Klotzkopp“ bloß: „Wor der blend?“ Und es könne auch nicht sein, dass Seins einen Hexenschuss habe, „die schießen nicht auf die eigenen Leute“.



Ihren zweiten Gala-Abend feiern die Gold-Blauen-Funken am Samstag, 3. Februar, ab 19.11 Uhr.

(az)