Wehr bekommt neues Gerätehaus

Saarwellingen. Die Älteren in Schwarzenholz erinnern sich noch an die Milchstation. Das alte Haus an der Einfahrt zum Platz an der Schulze-Kathrin-Halle wird abgerissen. Ein neues Feuerwehrgerätehaus wird dort gebaut

Saarwellingen. Die Älteren in Schwarzenholz erinnern sich noch an die Milchstation. Das alte Haus an der Einfahrt zum Platz an der Schulze-Kathrin-Halle wird abgerissen. Ein neues Feuerwehrgerätehaus wird dort gebaut. Der Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung - im Beisein von rund 20 Feuerwehrleuten - für diesen Standort entschieden und die Verwaltung beauftragt, die Grundstücksangelegenheiten zu erledigen und die Planung auf den Weg zu bringen. Der Beigeordnete Armin Weisgerber, der die Sitzung leitete, verwies eingangs darauf, dass ein Fachgutachten 2007 Handlungsbedarf in punkto Feuerwehrgerätehäuser in den Ortsteilen Saarwellingen und Schwarzenholz erkannt habe. Laut Sitzungsvorlage wurde bezüglich Saarwellingen bisher lediglich festgestellt, dass die Breitwiese nicht in Frage komme, aber noch kein Standort festgelegt sei. Für Schwarzenholz hatte die Feuerwehr selbst zunächst angeregt, einen Teil der Astrid-Lindgren-Schule für ihre Zwecke zu nutzen. Da wären allerdings umfangreiche Änderungen an der Straße nötig. Neben einer weiteren Variante, die jedoch verworfen wurde, kam auch ein Neubau am bisherigen Standort in Betracht. Laut Vorlage kostet das neue Gerätehaus am Parkplatz der Schultze-Kathrin-Halle 1,75 Millionen Euro. Für den Bau wird mit 1,4 Millionen gerechnet, für Ankauf und Tausch der Flächen mit 210 000 Euro, plus 50 000 Euro für Abriss und Entsorgung. Würde am bisherigen Standort neu gebaut, wären 1,5 Millionen Euro für den Bau und 50 000 Euro für eine dann erforderliche Ampelanlage angefallen. Patrick Müller (Bündnis 90/Die Grünen) wandte sich gegen die auch von der Feuerwehr favorisierte Lösung an der Schultze-Kathrin-Halle. Dadurch kämen Mehrkosten von 250 000 Euro auf die Gemeinde zu, außerdem werde ein Leerstand mitten im Ort produziert, weil für das bisherige Gerätehaus keine Nachfolgeregelung getroffen sei. Rainer Altmeyer (FWG) hielt dagegen, dass die Mehrkosten niedriger seien, weil für die Neuregelung des Verkehrs am alten Feuerwehrhaus 100 000 bis 150 000 Euro mit kalkuliert werden müssten. Bernd Antekeuer (CDU) stellte fest: "Das Verhältnis von Kosten und Funktionalität ist am neuen Standort optimal." Nachdem auch SPD, FDP und Linke ihre Zustimmung kundtaten und Weisgerber betonte, dass für das bisherige Gerätehaus und das Rote Kreuz, das dort ebenfalls Räume nutzt, eine Nachfolgeregelung "andiskutiert" sei, stimmte der Rat bei zwei Enthaltungen dafür, das neue Feuerwehrgerätehaus an der Stelle der früheren Milchstation zu errichten.