Waschbären bringen Landessieg

Saarwellingen/Freisen. Gäbe es den Titel, dann wäre Tanja Zech Deutschlands beste Waschbären-Fotografin. Soeben hat sie mit ihrem Fotobuch über Waschbären eine Goldmedaille des Deutschen Verbandes für Fotografie (DVF) für das bundesweit beste Fotobuch erhalten. Am Samstag wurde sie in Saarwellingen mit einer dreiteiligen, schwarz-weißen Waschbären-Serie saarländische Landesmeisterin

Saarwellingen/Freisen. Gäbe es den Titel, dann wäre Tanja Zech Deutschlands beste Waschbären-Fotografin. Soeben hat sie mit ihrem Fotobuch über Waschbären eine Goldmedaille des Deutschen Verbandes für Fotografie (DVF) für das bundesweit beste Fotobuch erhalten. Am Samstag wurde sie in Saarwellingen mit einer dreiteiligen, schwarz-weißen Waschbären-Serie saarländische Landesmeisterin. "Ich liebe diese Tiere, die so neugierig sind", erzählte die Büroangestellte aus Dillingen nach dem Wettbewerb. Tausende Fotos von diesen Tieren habe sie. Seit Jahren geht sie zum Fotografieren ins Gehege des Greifvogelparks in Saarburg. Den zweiten Platz erreichte Stephan Langerwisch, den dritten Carsten Schröder. Die drei ersten Plätze gingen damit an Mitglieder des Fotoclub Saarwellingen, der die Meisterschaft 2010 ausgerichtet hatte. Er wurde erster in der Clubwertung, gefolgt vom Fotoclub Tele Freisen auf dem zweiten und der Fotogruppe objektiv VSE auf dem dritten Platz. Bewertet worden waren 572 Fotos und Fotoserien von 78 Einzelfotografen aus zehn saarländischen Vereinen. Die Jury aus Wilfried von Nowicki (Rheinland Pfalz), Jos Bartholme und Jean-Jacques Nilles (beide aus Luxemburg) bedauerten, dass sich nur zwei Jugendliche beteiligt hatten. 164 Fotos suchte die Jury für die spätere Ausstellung aus. Sie bei der Landesmeisterschaft im DVF acht Medaillen, 20 Urkunden und vier Sonderpreise. Eingereicht wurden laut Jury nur Ausdrucke von Digitalfotos. "An den Kriterien für ein gutes Foto hat sich durch den Wechsel von analoger auf digitale Fotgrafie nichts geändert", sagte Juror Wilfried von Nowicki. "Was wir heute prämieren, hätte auch vor 20 oder 30 Jahren überzeugt." "Elektronische Bearbeitungen um der Effekte willen fallen durch." Beispiel Waschbären. Nowicki: "Die Waschbär-Bilder sind logisch aufgebaut. Man kann es selber testen, indem man seine Augen beobachtet. Wandern sie hin und her, ist das Bild nicht gut. Bei den Waschbären erfassen sie das Bild und bleiben haften." Kritik des Jurors: "Mir ist aufgefallen, dass viele Fotografen Portraits vorgelegt haben, bei denen sie nur mit Licht im Rücken gearbeitet haben. Da wird ein Bild flach. Man sollte immer mit Seiten- oder Gegenlicht arbeiten."Ausstellung der Fotos vom 21. bis 19. August im Alten Rathaus Saarwellingen.