Unmut gegen Hühnerfarm ist enorm

Der Unmut Schwarzenholzer Bürger gegen die geplante Hühnerfarm wächst. Nun will die Bürgerinitiative noch mehr Fleiß in die Waagschale werfen und mit einer Demonstration auf das Thema aufmerksam machen.

"Die Bürger informieren und den Spekulationen im Dorf ein Ende bereiten", das wollte Rudi Schweitzer, der zusammen mit seinen Mitstreitern der Bürgerinitiative gegen den Bau einer Hühnerfarm auf der Weierwies in Schwarzenholz (wir haben berichtet) in die Hütte des Angelsportvereins eingeladen hatte. Das Interesse war groß, gut 30 Gäste, darunter auch Vertreter aus den Fraktionen in Orts- und Gemeinderat, waren seiner Einladung gefolgt.

Einstimmig gegen die Farm

Mit Beifall wurde die Aussage des Beigeordneten Armin Weisgerber bedacht. Er trug das Ergebnis aus der nichtöffentlichen Bauausschusssitzung vor. Bereits zum zweiten Mal hat sich das Gremium einstimmig gegen den Bau der Hühnerfarm ausgesprochen. Doch während der Ausschuss das Einvernehmen nicht hergestellt hat, will, erläuterte Weisgerber weiter, die Untere Bauaufsicht (UBA) es wohl anders. Sie wird, wie es aussieht, erklärte er, das Einvernehmen nach der Empfehlung durch das LUA (Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz) herstellen. Das, da waren sich die Bürger am großen Tisch in der Hütte einig, wollen und können sie nicht akzeptieren.

Auch wenn Weisgerber weiter ausführte, dass der Ausschuss bereits beschlossen hat, im Falle des Einvernehmens durch die Behörde den Klageweg zu beschreiten und das Verwaltungsgericht anzurufen, will die Bürgerinitiative jetzt schnellstmöglich mobil machen. So soll demnächst eine Demonstration im Dorf stattfinden, neue Plakate und Handzettel sollen angefertigt werden, zu den bereits gesammelten 500 Unterschriften sollen weitere hinzukommen. Dazu werden die Mitglieder der Initiative auch das direkte Gespräch an der Haustür der Schwarzenholzer Bevölkerung suchen.

Besonders engagiert im Kampf gegen die geplante Hühnerfarm ist Rita Schweitzer, eine von den Grundstückseigentümerinnen.

Eingriff in Flora und Fauna

Sie sieht in dem Bau des Legehennenbetriebs einen nicht mehr gutzumachenden Eingriff in Flora und Fauna, sie hat Einspruch eingelegt. Das wünscht sie sich auch von weiteren Grundstückseigentümern. So könne die Fläche, die dem Landwirt Martin Zenner, der diese Anlage betreiben will, nicht mehr ausreichen. Diesen Weg, die Eigentümer zu überzeugen und sie zum Einspruch zu bewegen, favorisiert auch Anwalt Wolfgang Altmaier, der Akteneinsicht hatte. Nicht so unkritisch sieht er dagegen die Vorgehensweise, dass man vor Gericht die Belange von Naturschutz und Naherholung über den Belangen der privilegierten Landwirtschaft vorbringen will.

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