1. Saarland
  2. Saarlouis
  3. Saarwellingen

Theaterverein Saarstern Schwarzenholz zeigt "Boeing Boeing restarted"

Theaterverein Saarstern Schwarzenholz zeigt „Boeing Boeing restarted“ : Bernadette startet mit drei Piloten durch

Bei „Boeing Boeing restartet“ erlebt der Zuschauer eine amüsant-turbulente Beziehungskomödie.

Partiell betrachtet lebt die Wiener Modejournalistin Bernadette monogam – davon ist sie und vor allem ihre Partner überzeugt. Die junge Frau könnte gar nicht ohne ihren amerikanischen Piloten William leben.

Allerdings, ohne Pierre und Alexej, ihres Zeichens ebenfalls gutaussehende Piloten, eben auch nicht. Nur gut, dass die drei nichts voneinander wissen. Anders als das Publikum, das am Wochenende in der Schulze-Kathrin-Halle in Schwarzenholz hautnah mitverfolgen kann, ob und wie lange die außergewöhnliche Liebesgeschichte gut geht.

Denn, ob sich die drei Herren im Laufe des Stückes „Boeing Boeing restarted“ begegnen werden, das verrät das Ensemble des Theatervereins Saarstern Schwarzenholz um Spielleiter Thomas Sauer natürlich nicht. Wohl aber, dass es in der Boulevardkomödie ganz schön rund gehen wird. Darauf lässt schon das Bühnenbild mit den zahlreichen Türen schließen.

„Ich glaube, es ist vor allem die Schnelligkeit, mit der die Piloten auf der Bühne erscheinen. Das Publikum wird wohl die ganze Zeit drauf warten, ob und wann sich die drei Männer begegnen“, erklärt Anke Raubuch. Sie übernimmt die Rolle der Bernadette und wickelt ihre drei Piloten ganz charmant um den Finger. Schon in der ersten Szene mit William, der von Norbert Bothen in Szene gesetzt wird, zeigt sie ihre liebevolle Seite. Dazu gehört auch, dass sie minutengenau über das Verweilen ihres Liebhabers Buch führt. Ebenso wie ihre Haushälterin Berta, klasse gespielt von Katharina Korn, die zudem auch die Vorlieben der Herren in Sachen Mahlzeiten parat haben muss.

Moment mal, werden an dieser Stelle vielleicht die Fans des Theatervereins denken: So etwas haben die Akteure doch schon einmal gespielt. „Stimmt“, erklärt Carmen Kutscher, die als Freundin Patrizia aus dem Salzkammergut nach Wien reist, um endlich einen adäquaten Mann zu finden. „Damals vor zehn Jahren waren es drei Stewardessen, die sich in „Boeing Boeing“ einen Mann teilen mussten.“ Der steht auch in dieser „umgekehrten“ Produktion auf der Bühne, diesmal als Pierre, Pilot der Air France. Neben den Stichworten, die auf die Sekunde kommen müssen, sind es auch die Akzente der Piloten, die das Stück ausmachen. So darf sich Ortsvorsteher Benno Kiemes als russischer Pilot Alexej von der Aeroflot auf der Bühne präsentieren.

Seit vielen Jahren ist er im rund 60 Mitglieder zählenden Theaterverein aktiv. „Wenn wir proben, dann ist er einer von uns. Nur, wenn die Heizung nicht geht und wir alle frieren, dann ist er der Ortsvorsteher“, scherzt Anke Raubuch. In der heißen Phase, wenige Tage vor der Premiere, wird den sechs Mimen sicherlich nicht kalt. Die Aufregung steigt, alle hoffen auf guten Besuch. „Wir haben ganz bewusst das Wochenende ausgewählt. Nicht jeder ist ein Fastnachtsfan. Und selbst die können uns ja bei der Vorstellung am Sonntag besuchen“, sagt Kiemes abschließend.