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Serie Frauen in der Kommunalpolitik
„Meckern und jammern reicht nicht“

Irmgard Köhler-Uhl ist Politikerin aus Leidenschaft.
Irmgard Köhler-Uhl ist Politikerin aus Leidenschaft. FOTO: irmgard
Saarwellingen. Irmgard Köhler-Uhl sitzt für die CDU im Saarwellinger Gemeinderat. Von Nicole Bastong

„Meckern und jammern über politische Inkompetenz reicht nicht. Wenn man etwas verbessern oder ändern will, muß man selber aktiv werden und sich nicht auf andere verlassen“, sagt Irmgard Köhler-Uhl aus Saarwellingen. Die 60-Jährige ist Diplom-Ingenieurin Hüttenkunde und Dozentin sowie Zentrale Gleichstellungsbeauftragte an der HTW Saar. Seit dem Jahr 2000 engagiert sie sich selbst in der Kommunalpolitik, seit 2009 sitzt sie für die CDU im Gemeinderat Saarwellingen – dem Rat mit dem geringsten Frauenanteil im Kreis.


Köhler-Uhl sitzt auch im Personal- und Kulturausschuss sowie im Bauausschuss der Gemeinde. „Ich bin der Meinung, dass Frauen einen anderen Blick auf die Dinge haben und diese andere Blickrichtung auch einen anderen Wind in die Ratssitzungen bringt“, erklärt sie.

In der CDU-Gemeinderatsfraktion ist sie auch die stellvertretende Fraktionsvorsitzende. Außerdem: Vorsitzende des CDU-Ortsvereins Saarwellingen und stellvertretene Vorsitzende des CDU-Gemeindeverbandes und nicht zuletzt Schiedsfrau in ihrem Heimatort.



Ihre politischen Schwerpunkte sieht sie im Bereich der Infrastruktur, der Kindergärten und Schulen, beim Kulturangebot oder der Seniorenarbeit. „Andere Frauen für politische Arbeit zu gewinnen geht nur, wenn man am eigenen Beispiel zeigen kann, dass diese Arbeit spannend und interessant ist und auf kommunaler Ebene auch etwas zu bewegen ist.“