| 20:33 Uhr

Vernissage
Surrealismus und ein Kontrastprogramm

Der Maler Helmut Gerigk (rechts) und der einheimische Bildhauer und Holzschnitzer Gundolf Himbert bei der Ausstellung in Reisbach.
Der Maler Helmut Gerigk (rechts) und der einheimische Bildhauer und Holzschnitzer Gundolf Himbert bei der Ausstellung in Reisbach. FOTO: Ruppenthal
Reisbach. Über 350 Skulpturen und Bilder waren jetzt in der alten Schule in Reisbach zu sehen.

Zwei Tage verwandelte sich die alte Schule in Reisbach in eine große Kunsthalle: Dort, wo normalerweise Unfälle bearbeitet und Sachverständige geschult werden, präsentierten Markus Himbert und Helmut Gerigk mehr als 350 Skulpturen und Bilder. Im Rahmen einer Vernissage eröffnete Landrat Patrik Lauer diese außergewöhnliche Ausstellung. Mit von der Partie war auch der Dillinger Rechtsanwalt Rudolf Bauer, aus dessen Sammlung viele der von Helmut Gerigk ausgestellten Bilder stammen.


Die surrealistischen Bilder des in Wiesbaden gebürtigen Mainzers Helmut Gerigk begeisterten viele Besucher. Kein Wunder, ist sein Stil doch geprägt von Salvador Dali, mit dem er persönlich befreundet war. Vieles hat er von ihm gelernt, als er mit ihm zusammen in Port Lligat/Cadaques malte. Von seinen Erlebnissen mit dem weltberühmten, 1989 verstorbenen Spanier erzählt er in seinem Buch „Dali und ich“. Auch mit Ernst Fuchs, dem 2015 verstorbenen Begründer der „Wiener Schule des phantastischen Realismus“, war Gerigk persönlich befreundet. Helmut Gerigk ist Preisträger des Salvador-Dali-Awards sowie Ehrenmitglied der Künstlergilde St. Lukas Antwerpen.

Ein Kontrastprogramm zu den surrealistischen Bildern präsentierte der Saarwellinger Markus Himbert, der mit seinen Exponaten und Skulpturen beeindruckte. Mit der Hand Formen und Dinge zum Ausdruck zu bringen, ist für ihn wichtiger Bestandteil des Lebens. Waren es anfangs Reliefs, widmet er sich inzwischen vorwiegend figuralen Holz- und Steinskulpturen und nutzt dabei die unterschiedlichsten Materialien. Der meditative Aspekt spielt bei ihm eine große Rolle. Mit seinen Skulpturen aus Speckstein, Holz, Ton und Stein will er vor allem Gefühle vermitteln. „Schade nur“, sagte Landrat Patrik Lauer, „dass diese beeindruckende Ausstellung nur zwei Tage lang zu sehen war“, und brachte damit die Meinung der meisten Besucher zum Ausdruck.

(rup)