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Straftaten gehen immer mehr zurück

Straftaten gehen immer mehr zurück

Die Polizeiinspektion Lebach stellt die Kriminalstatistik für 2011 vor. Dabei ist erneut ein starker Rückgang der Straftaten festzustellen. Bei den bekannt gewordenen Straftaten ist der niedrigste Stand der letzten zehn Jahre erreicht.

Lebach/Schmelz/Saarwellingen. Wie bereits 2010 ist erneut ein starker Rückgang der bekannt gewordenen Straftaten auf den niedrigsten Stand der letzten zehn Jahre festzustellen. Dieser ist wiederum weitaus stärker als im ebenfalls gefallenen Landesdurchschnitt, sowohl in der Stadt Lebach als auch den Gemeinden Saarwellingen und Schmelz festzustellen. Insgesamt verzeichnet die PI Lebach für 2010 3192 und für 2011 2685 Straftaten. Waren es in der Stadt Lebach 2010 1601 Fälle, so sind es 2011 nur noch 1329 gewesen. In Schmelz lag die Zahl der Fälle 2010 bei 829, und 2011 bei 765. In der Gemeinde Saarwellingen betrugen die Fälle 762 im Jahr 2010 und im vergangenen Jahr 591. Zum Vergleich: 71 887 waren es 2010 im Saarland insgesamt gegenüber im Jahr 2011 mit 69 268. Dementsprechend sinkt Lebach in der Kriminalitätsbelastungszahl (Häufigkeit der Straftaten pro 100 000 Einwohner) weiter um drei Plätze auf Rang neun der "Rangliste", Saarwellingen sogar um acht Ränge auf Rang 23 und Schmelz steigt trotz des absoluten Rückgangs auf Platz 19 (vorher 21).Was die Aufklärungsquote betrifft, kann die PI Lebach trotz leicht gefallener Quote zufrieden sein. Sie liegt mit 58, 4 Prozent (2010 60, 5 Prozent) aber weiterhin über dem Landesschnitt (2011 54, 3 Prozent). Der Rückgang der Fallzahlen im Bereich der PI Lebach findet nach Aussagen von Kriminalhauptkommissar Werner Steimer in fast allen Deliktsbereichen statt. Die Diebstahlkriminalität insgesamt ging weiter um 15, 2 Prozent (um 140) auf 780 Fälle zurück, macht aber noch 29, 1 Prozent der Gesamtkriminalität aus. Die Zahl der im Vorjahr gestiegenen Wohnungseinbrüche ist 2011 stark gesunken (minus 18 Fälle auf 49 Fälle, das bedeutet ein Rückgang von minus 26, 9 Prozent). Markant zurückgegangen sind auch die Vermögens- und Fälschungsdelikte (minus 172 auf 414, minus 29, 4 Prozent), die allerdings im Vorjahr insbesondere im Bereich des Warenbetrugs stark gestiegen waren. Hier war 2010 vor allem ein Onlinefall "schuld".

Auch die Gewaltkriminalität insgesamt (Tötungs-, Raub und Geiselnahmedelikte einschließlich gefährlicher und schwerer Körperverletzung) ist weiter gesunken, wenn auch nicht so stark.

Delikte der sogenannten häuslichen Gewalt wurden dagegen mehr bekannt (plus zwölf auf 85 Fälle, plus 16, 4 Prozent), insbesondere in Schmelz (38 Fälle) und weitgehend auf gleichem Niveau wie im Vorjahr in Lebach (29 Fälle) und Saarwellingen (18 Fälle). ab