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SPD fordert Lehnert zu seriöser Amtsausübung auf

SPD fordert Lehnert zu seriöser Amtsausübung auf

Nalbach. Zur jüngsten Sitzung des Gemeinderates kamen zahlreiche Bürger, rund 30 Nalbacher lauschten der öffentlichen Tagesordnung. Für Interesse sorgte die erste Sitzung wegen Neubürgermeister Peter Lehnert. Aber auch, weil es um die Neuwahl von Albert Steinmetz und Friedrich Müller zum ersten und zweiten Gemeindebeigeordneten und die Ernennung zweier neuer Ratsmitglieder ging

Nalbach. Zur jüngsten Sitzung des Gemeinderates kamen zahlreiche Bürger, rund 30 Nalbacher lauschten der öffentlichen Tagesordnung. Für Interesse sorgte die erste Sitzung wegen Neubürgermeister Peter Lehnert. Aber auch, weil es um die Neuwahl von Albert Steinmetz und Friedrich Müller zum ersten und zweiten Gemeindebeigeordneten und die Ernennung zweier neuer Ratsmitglieder ging.Josef Mees und Hans Conrad, die aus dem Gemeinderat ausgetreten waren, gaben auf SZ-Anfrage jeweils persönliche Gründe an. "Das hat nichts mit dem neuen Bürgermeister zu tun, ich hatte schon länger darüber nachgedacht", sagte Mees. Mees bleibt Ortsvorsteher von Piesbach, Conrad sein Stellvertreter. "Der Austritt hat nichts mit dem Wahlergebnis und der Person des neuen Bürgermeisters zu tun", sagte Conrad. Er wolle sich jetzt auf seinen Beruf als Hauptamtsleiter in Saarwellingen und seine Arbeit in Piesbach konzentrieren.

Oswald Kriebs, neuer Vorsitzender der SPD-Gemeinderatsfraktion, wandte sich in der Sitzung mit der Aufforderung an Lehnert, das "Bürgermeisteramt zukünftig seriös zu bekleiden". Kriebs bezog sich auf einen Bericht einer saarländischen Boulevardzeitung: "Sich selbst als Praktikant zu bezeichnen, ist schon mehr als befremdlich." Bei offiziellen Anlässen solle Lehnert seine Worte genau abwägen, um nicht potenzielle Investoren abzuschrecken. Lehnert erwiderte: "Zum Praktikum stehe ich, weil ich das Amt so kennenlerne." Es sei ein Beweis für ein gutes Bildungssystem, auch müssten Sozialdemokraten berufliche Weiterbildung zugestehen. Auf die Wortwahl aber wolle er besser achtgeben, schloss er. Darauf meldete sich Luciana Peteani-Naumann, Vorsitzende der Gemeinderatsfraktion der Linken, zu Wort: "Entgegen der SPD hebe ich den Hut vor Herrn Lehnert und möchte ihn darin bestärken, vor Ort zu lernen."

Im Anschluss beschloss der Rat einstimmig, dass die alten DRK-Räume in der Kita Körprich zu Küche und zusätzlichem Speiseraum für die Kinder umgebaut werden. Unter der Bedingung, dass die geschätzten Kosten von 31 000 Euro über die Gesamtmaßnahme eingespart werden.