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Saarwellingen: Linke-Chef zum Ende des Projektes Pumpspeicherkraftwerk am Nordschacht

Saarwellingen/Lebach : „Hoffnungsvolles Projekt gescheitert“

Mit dem Verfüllen ist es klar: Es wird nichts aus dem Pumpspeicherkraftwerk auf dem Gelände des ehemaligen Abbaugebietes Nordschacht. Hans Kiechle (Die Linke) warb immer wieder dafür.

(up) „Damit ist ein hoffnungsvolles Projekt, das Pumpspeicherkraftwerk am Nordschacht in Saarwellingen/Falscheid, gescheitert“: Mit diesen Worten kommentiert Hans Kiechle, Partei- und Fraktionschef der Linken in Saarwellingen, die Nachricht, dass die RAG damit begonnen hat, den Nordschacht des Bergwerks Saar mit einem Sand-Zement-Gemisch zu verfüllen. „Was Ende 2014 mit einer Machbarkeitsstudie der RAG begann, mit vielen Lorbeeren und Hoffnungen begleitet, wird nicht verwirklicht“, bedauert Kiechle in einer Pressemitteilung.

Er, der sich als langjährigen Projektbegleiter und „glühenden Verfechter der Machbarkeit“ bezeichnet, hatte immer wieder für ein Pumpspeicherkraftwerk auf dem Gelände des ehemaligen Abbaugebietes Nordschacht außerhalb von Reisbach bei Saarwellingen plädiert. Ihm zufolge hätte das Kraftwerk 500 Millionen Euro gekostet, die Bauzeit hätte bei zehn Jahren gelegen; es hätte hier 300 Megawatt Strom erzeugen können. „Allen Beteiligten, die ganzen Jahre über, ein großes Lob für die Projektarbeit. Man muss auch verlieren können“, schließt Hans Kiechle.

Wie berichte, hatte das Bergamt die Genehmigung zum Verfüllen im Frühjahr erteilt. Der Schacht hätte bereits mit Ende des aktiven Bergbaus im Jahr 2012 verfüllt werden können. Doch damals gab es die Hoffnung, das Pumpspeicherkraftwerk zu errichten. Allerdings fand sich keine Finanzierung. Die Arbeiten sollen etwa vier Monate dauern. Die RAG bittet – obwohl der Schacht in unbewohntem Gebiet liegt – Lärm- oder Staubbelästigungen zu entschuldigen.