Letzter Verkaufstag ist dieser Samstag : Rewe-Markt in Saarwellingen schließt seine Pforten

Nach der Umsiedlung zweier anderer Discounter sei „nicht mehr die entsprechende Frequenz gegeben“, um das Geschäft dort wirtschaftlich zu betreiben, heißt es.

„Bis Samstag, 5. Dezember bis 20 Uhr sind wir in diesem Rewe-Markt gerne für dich da“, steht auf einem Schild am Rewe-Markt in Saarwellingen in der Werner-von-Siemens-Straße 1. Darüber hinaus wird auf die nächsten Rewe-Märkte in Nalbach, Roden, Dillingen und Heusweiler verwiesen.

Zu den Gründen für die Schließung befragt, teilte die Pressesprecherin der Rewe Markt GmbH für die Region Südwest, Sabine Stachorski, auf SZ-Anfrage mit: „Nach der Umsiedelung der beiden Discounter Lidl und Aldi war nicht mehr die entsprechende Frequenz gegeben, um einen Vollsortimenter im Gewerbegebiet wirtschaftlich zu betreiben.“ Die 25 Mitarbeiter würden von den umliegenden Rewe-Märkten übernommen. Rewe ist Mieter des Gebäudes und hat der Sprecherin zufolge den Mietvertrag gekündigt; weitere Informationen zur künftigen Nutzung des Gebäudes konnte sie deswegen nicht geben.

Die SZ fragte auch, ob ein anderer Standort in der Gemeinde geplant sei. Hierzu die Rewe-Sprecherin: „Wir expandieren im Saarland, sind deshalb immer an neuen Standorten interessiert und prüfen Optionen.“ Konkrete Pläne für Saarwellingen bestünden derzeit nicht.

„Es ist natürlich schade, dass Rewe aus dem Gewerbegebiet John weggeht“, kommentierte Bürgermeister Manfred Schwinn die Entscheidung. Sie sei allerdings „irgendwo zu erwarten“ gewesen, nachdem Aldi und Lidl Richtung Zentrum umgesiedelt seien. Rewe habe sich auch für das neue Einkaufszentrum auf der Breitwies beworben, vergeblich. Im Gewerbegebiet gebe es nun noch Rossmann, Takko und Kik.

Die Versorgungslage werde gerade für die angrenzenden Wohngebiete nun schlechter, bedauerte Schwinn. Und sagte, die Gemeinde stehe mit den privaten Gebäudebesitzern, auch dem des leerstehenden Lidl-Gebäudes, in Kontakt. „Wir sind dabei, mitzuhelfen, um Nachfolgeregelungen zu finden.“ Er wies auch darauf hin, dass es am Standort nicht möglich sei, die Verkaufsfläche zu erweitern.