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Noch weiter Weg bis zur Stollen-Flutung

Saarwellingen. Die Flutung der saarländischen Stollen war am Dienstagabend Thema in Saarwellingen. RAG und Wirtschaftsministerium erläuterten dem Gemeinderat sowie drei Ortsräten die Abläufe und das Genehmigungsverfahren. Dafür interessierten sich entgegen der Erwartungen lediglich ein halbes Dutzend Zuhörer. Johannes A. Bodwing

Von den Grubenflutungen betroffen seien zwei Drittel der Fläche des Saarlandes und etwa 600 000 Menschen. Das sagte am Dienstagabend Jürgen Barke , Staatssekretär des Wirtschaftsministeriums, in der Saarwellinger Festhalle.

Dort ließen sich der Gemeinderat und die drei Ortsräte von Barke sowie dem RAG-Vertreter Michael Drobniewski über Abläufe und Genehmigungsverfahren informieren. Fragen der Ratsmitglieder blieben überwiegend offen, da das Prozedere zur Flutung noch weitestgehend am Anfang steht.

Noch sei die Grubenflutung nicht genehmigt, sagte Barke. Die RAG habe vor rund einer Woche erst einmal deren Vorstellungen in Form einer "Planerischen Mitteilung" eingereicht. Dabei gehe es um die erste Stufe. Der Wasseranstieg erfolge dann bis 320 Meter unter dem Meeresspiegel. Eine zweite Stufe der Grubenflutung würde das Einstellen der Pumpen enthalten, was letztlich zum oberflächigen Abfluss in die Saar führe. Mehrfach betonte der Staatssekretär, dass es ein langwieriges Verfahren werden könne. Dazu gehöre die Anhörung von Trägern öffentlicher Belange, die Umweltverträglichkeitsstudie liege womöglich Mitte 2016 vor. Dem folge das Planfeststellungsverfahren mit Beteiligung der Öffentlichkeit und der Möglichkeit, Widerspruch einzulegen. Es müsse "rechtssicher eine Gefährdung des Grundwassers ausgeschlossen werden können", betonte Barke. Anderenfalls erfolge keine Genehmigung für die Flutung.

Flutung dauert acht Jahre

Der bisherige Wasseranstieg in der Primsmulde laufe im Rahmen eines Sonderbetriebsplanes. Beabsichtigt sei damit, Erschütterungen schneller in den Griff zu bekommen. Denn die Flutung der Stollen dauere etwa acht Jahre, ein Verfüllen hingegen zirka 80 Jahre. "Wenn das Wasser ansteigt, wird es auf jeden Fall zu Hebungen kommen", sagte Michael Drobniewski für die RAG. Dies erfolge großflächig und gleichmäßig, daher auch mit geringeren Auswirkungen an der Oberfläche. Alles, was mit der Grubenflutung zusammenhänge, laufe unter umfassender Beobachtung. Analysen aus anderen Flutungsbereichen ließen keine Gefährdung des Grundwassers erkennen, auch nicht durch PCB.