Nachkontrolle der beanstandeten Kontrolle einer Pferdehaltung in Saarwellingen

Nach Aufdeckung übler Missstände : Nachkontrolle: Keine Beanstandung der Pferdehaltung

Verwahrloste Tiere und einige Kadaver hatte die Polizei im Dezember bei einem Pferdehändler in Saarwellingen gefunden. 70 Tiere standen dort. Jetzt wurde nachkontrolliert.

Im Dezember berichtete die Polizei Lebach über gravierende Missstände in einem Betrieb mit Pferdehaltung in Saarwellingen. Der amtstierärztliche Dienst vom Landesamt für Umwelt-und Verbraucherschutz (LUA) hat nun eine Nachkontrolle durchgeführt. Diesmal habe es keine Beanstandungen gegeben, der Verantwortliche hat offenbar nachgebessert, was die Versorgung und Unterbringung der Tiere betrifft, teilte die Polizei am Freitag mit.  Auch die Kadaver seien mittlerweile der ordnungsgemäßen Entsorgung zugeführt worden. Die Polizei Lebach leitete aufgrund der im Dezember getroffenen Feststellungen dennoch ein Strafverfahren wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz ein.  Ermittlungen hätten ergeben, dass es offenbar in der Branche des Pferdehandels eine übliche Praxis ist, Tiere in größeren Gruppen zu kaufen und wieder zu verkaufen. Somit würden auch Tiere in einem schlechten gesundheitlichen Zustand oftmals einfach mitgekauft und wechselten innerhalb kürzester Zeit mehrfach den Eigentümer, so dass sich schwer nachweisen lasse, wer letzten Endes für den schlechten Zustand des Tieres verantwortlich gemacht werden könne.

(red)