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Schulen
Moderne Räume für Chemie, Biologie und Physik eingerichtet

Neue Räume für Chemie, Biologie und Physik gibt es nun an der Schule an der Waldwies Saarwellingen.
Neue Räume für Chemie, Biologie und Physik gibt es nun an der Schule an der Waldwies Saarwellingen. FOTO: Johannes A. Bodwing
Saarwellingen. An der Schule an der Waldwies Saarwellingen hat der Kreis drei Funktionsräume saniert.   Von Johannes Bodwing

Bildung ist ein teures Pflaster. Das merkt der Landkreis Saarlouis jedes Mal, wenn er die Bedingungen an seinen Schulen verbessert. Aktuell war das die Schule an der Waldwies in Saarwellingen. 8000 Euro, 45 000 Euro und 400 000 Euro schätzten Schülerinnen und Schüler die Kosten für drei Klassenräume. Tatsächlich waren es 185 000 Euro, sagte Landrat Patrik Lauer.


Die sind nun saniert, modernisiert und mit der nötigen Ausstattung versehen.

Akustikdecken dämpfen den Lärm, spezielle Bodenbeläge trotzen Chemikalien, Lehrertische wurden umgebaut, im Physikraum hängt eine interaktive Klappschiebetafel. Die Räume sind jeweils für Physik, Chemie und Biologie ausgerüstet. Dazu gehören im Chemiesaal feste Anschlüsse für Bunsenbrenner und Strom zwischen je zwei Tischen. Außerdem ein mobiles und rundum verglastes Digestorium, in dem gefahrlos chemische Experimente erfolgen können. Im Physikraum hängen Multi-Steckdosen von der Decke, im Biologieraum konnten unter anderen endlich die Anschauungsobjekte in verglasten Schränken untergebracht werden.



Im Biologieraum war vormals kein richtig funktionierender Beamer mehr vorhanden. Die Jalousien ließen sich nicht nutzen, und hölzerne Schultische waren zum Teil noch aus den 1970er-Jahren. Alles ist nun neu gemacht, funktioniert und schafft ein wesentlich besseres Umfeld zum Lernen.

Von Mai bis September erfolgten die Bauarbeiten, teilweise während des Schulbetriebes. Diese naturwissenschaftlichen Räume können bei Bedarf auch flexibel für andere Unterrichtsarten eingesetzt werden. Die größten Kostenanteile hatten Elektroinstallationen mit etwa 30 000 Euro und die Ausstattung mit rund 53 000 Euro.

Zu Letzterem gehören spezielle Schränke, in denen chemische Stoffe verwahrt werden, sowie die erforderliche Lüftungsanlage.

„Dass das jetzt so vorangeht, das ist toll“, äußerte sich Schulleiterin Klaudia Hiry-Landry über die Entwicklung. Denn in diesem Jahr wurden für insgesamt 22 850 Euro bereits ein Handarbeitsraum sowie ein Kunstatelier umgebaut.

Das alles sei kein Selbstzweck, machte Lauer deutlich. Es sorge für bessere Grundlagen in Naturwissenschaften bei Schülerinnen und Schülern. Also für Kenntnisse, die über gute Jobs entscheiden können und auch dem Industriestandort Landkreis Saarlouis zugute kommen.

„In der praktischen Umsetzung ist es sehr, sehr hart“, stellte Lauer dar. Es gebe inzwischen „Preissteigerungen von 30 Prozent und mehr“. Außerdem werde es immer schwieriger, Firmen zu finden.