Islandpferde: Mit dem Isländer auf der Erfolgsspur

Islandpferde : Mit dem Isländer auf der Erfolgsspur

Mit ihrem Pferd Ás gehört Katrin Reinert aus Saarwellingen zur deutschlandweiten Spitze im Isländer-Sport.

„Es gibt ganz viele Unterschiede bei den Startmaschinen. Diese hier ist im Vergleich zu den meisten anderen deutlich leiser, und das Pferd reagiert daher erst einmal weniger auf das Geräusch beim Öffnen der Türen. Das muss man schon ein bisschen trainieren“, erklärt Katrin Reinert, erfolgreiche Starterin des Reit- und Fahrverein Saarwellingen.

Sie hat gerade mit ihrem Isländer Ás den Vizemeistertitel in der Dressur-Kür mit nach Hause gebracht. Für den Pressetermin an der neuen Startmaschine hat sie allerdings den Hengst Nói gesattelt. „Ás war gestern beim Osteopathen und darf heute nicht geritten werden“, erklärt Katrins Mutter Petra Reinert, während die Tochter hinter der rechten Tür der Startmaschine Stellung bezieht. Dann geht es ganz schnell, und die besondere Faszination, die von den Isländern ausgeht, wird erlebbar.

Schon vor der Geburt von Tochter Katrin, inzwischen 29 Jahre alt, sagt Petra Reinert, haben sie und ihr Mann in Weiskirchen-Weierweiler Isländer gehabt, die Tochter sitzt auf dem Rücken der Pferde, seit sie laufen kann. Und der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten. Katrin Reinert ist mehrfache deutsche Junioren- und Jugendmeisterin, war im Jahr 2005 Teilnehmerin bei der Weltmeisterschaft.

Aktuell ist sie im Isländer-Sport an der deutschen Spitze anzutreffen und holte unlängst den Vizemeistertitel nach Saarwellingen. Dort, so betont sie, fühlt sie sich ganz besonders wohl. „Es ist eine der wenigen Anlagen, die noch von einem Verein mit wirklich intakter Vereinsstruktur geführt wird, da kann man sich dann ja auch nur wohlfühlen“, erklärt Katrin Reinert.

Zu den Anstrengungen des Vereins, der, wie Petra Reinert betont, „eine der schönsten Anlagen in ganz Deutschland zu bieten hat“, gehört es immer auch, das Reiten in all seinen Facetten zu bieten.

An der Spitze des Vereins steht seit 37 Jahren Norbert Keusch. Er ist sehr stolz auf seine erfolgreiche Reiterin. Sehr gerne, erklärt er, biete man den Sportlern die entsprechenden Anlagen. Mit der neuen Startmaschine, betont Keusch, ist der Verein in Zukunft gut aufgestellt bei Wettkämpfen. Die alte Anlage, rund 15 Jahre alt, entsprach nicht mehr den Vorschriften, wie er erläuterte. „Die Kosten für die neue Startmaschine, rund 13 500 Euro, hätten wir allein nicht aufbringen können“, verrät er. Dank der Spendenaktion „Viele schaffen mehr“, die die Vereinigten Volksbanken ins Leben gerufen haben, konnte nun der Prototyp, der eigens für den RFV Saarwellingen gebaut wurde und für den Isländer-Sport unabdingbar ist, angeschafft werden. Über eine Online-Spendenplattform sind 3050 Euro zusammengekommen, registriert hatten sich 93 Spender. Und die kamen, wie der Vorsitzende erfahren konnte, längst nicht nur aus Saarwellingen. Schließlich durfte sich der Verein über weitere 445 Euro freuen, denn auf jeden Spender legt die VVB nochmals fünf Euro drauf. „Wir sind wirklich froh, dass wir uns unseren Wunsch mit dieser Aktion erfüllen konnten“, betont Keusch.

Die Mitglieder des RFV Saarwellingen freuen sich über ihre neue Startmaschine. Foto: Carolin Merkel

Nun freut er sich gemeinsam mit der Vizemeisterin Katrin Reinert, aber auch mit allen anderen Sportlern der RFV Saarwellingen auf die nächste Turniersaison.

Mehr von Saarbrücker Zeitung