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Maite Waschbüsch hat während der Corona-Pandemie Schutz-Masken genäht

Kostenpflichtiger Inhalt: Während der Abi-Vorbereitung näht sie über hundert Masken : Die Masken-Macherin aus Saarwellingen

Parallel zur Vorbereitung auf die Abiturprüfungen hat Maite Waschbüsch ihr „eigenes soziales Projekt“ in die Tat umgesetzt.

Nicht mehr lange und das Abi steht vor der Tür. Pandemie hin oder her. „Am 20. Mai Deutsch, am 25. Englisch, einen Tag später Mathe und am 28. Erdkunde. Wieder einen Tag später starten die mündlichen Prüfungen“, zählt Maite Waschbüsch den Prüfungsmarathon auf. Aus der Ruhe bringt die 18-Jährige das nicht. „Ich wollte schon immer mein eigenes soziales Projekt starten“, meint die Abiturientin. Jetzt, in der Pandemie, hat sie ihr Projekt umgesetzt. Abi hin oder her.

Fast kein Tag, an dem die Nähmaschine von Waschbüsch nicht vor sich hin surrt, während die Nadel den Baumwollstoff hunderte Male präzise durchsticht. „Baumwolle ist atmungsaktiv, die Fasern sind dementsprechend nicht zu dicht“, erklärt die Schülerin die Auswahl des Materials ihrer Schutzmasken. Etwa 150 Mund-Nasen-Masken aus vielen Metern Stoff entstehen unter den geschickten Händen von Maite Waschbüsch: „Mit jeweils entsprechenden Motiven.“

Den gesamten Erlös von rund 1000 Euro spendet Maite Waschbüsch. Foto: Waschbüsch

Während die Masken für Damen aus Stoffen mit Blumenmustern oder in bevorzugt weiblichen Farben wie rosa genäht sind, sind die Masken für Männer in neutraleren Farbtönen gehalten. „Vor vier Wochen habe ich mit dem Maskennähen angefangen“, erzählt die Abiturientin. Nähen, ein Hobby der 18-Jährigen, die mit 14 erstmals Nähkurse besucht. Während der Corona-Krise ist es zugleich Motor ihres sozialen Projekts. „Nähen entspannt außerdem vom Lernen“, sagt Waschbüsch.

Hygienisch verpackt konnten Käufer die Mund-Nasen-Bedeckungen von Maite Waschbüsch erwerben. Foto: Waschbüsch

Und so verbringt sie ihre Abende konzentriert über die Nähmaschine gebeugt: „Bei schönem Wetter habe ich mich mitsamt Nähmaschine auch Mal auf den Balkon gesetzt.“ Verschnaufpausen gönnt sie sich wenige während ihrer dreiwöchigen Nähaktion. Jeden Tag wandern zig Masken in den Verkaufskorb in der Tierarztpraxis ihrer Eltern.

Hinweisschild von Maite Waschbüsch für Käufer ihrer selbst genähten Schutzmasken – der Erlös wird gespendet. Foto: Waschbüsch

„Der Korb wurde täglich leer gekauft. Irgendwann hatte ich auch Vorbestellungen für Masken“, sagt Maite Waschbüsch. Jede einzelne hat die Abiturientin zuvor verpackt und im Dampfsterilisator in der Praxis ihrer Eltern entkeimt. Die Käufer wissen ihre Masken zu schätzen: „Jemand hat gemeint, dass sie bequem zu tragen sind und andere meinten, dass ihnen die Motive gefallen“, erklärt Maite Waschbüsch. Rund 1000 Euro hat die 18-Jährige mit dem Verkauf der Masken eingenommen. Den Betrag spendet sie zur einen Hälfte dem Tierheim in Dillingen und zur anderen der Tafel.