Legionellen in Kita Kinderland in Saarwellingen: Gesundheitsamt und Kreis suchen nach Ursachen

Kita Kinderland : Legionellen in Saarwellinger Kita: Ursachensuche läuft

In Trinkwasserproben wurden erneut Legionellen nachgewiesen. Zeitnah soll entschieden werden, was dagegen getan wird.

Es bestand nie eine akute Gesundheitsgefahr in der Einrichtung und es wird auch nie eine eintreten, weil wir von Anfang an entsprechende Maßnahmen eingeleitet haben“, sagt Henning Adam, Hygiene-Kontrolleur beim Gesundheitsamt Saarlouis. Wie die SZ berichtete, ergaben kürzlich Routineuntersuchungen des Trinkwassers in der Kita Kinderland in Saarwellingen, dass der Erreger dort erneut aufgekeimt war, mit Werten „im geringen bis mittleren Bereich“. Deswegen werden die Kinder mit Waschlappen gesäubert statt geduscht; die Zähne putzen sie mit Flaschenwasser.

Wie lange das geht, ist derzeit offen. Die Eltern seien umgehend informiert worden, berichtet Adam. Auch darüber, dass Trinken von belastetem Wasser ungefährlich ist, wohingegen das Einatmen von Aerosolen, etwa beim Duschen, gesundheitliche Risiken bergen kann. Die Väter und Mütter seien „interessiert“, aber „absolut nicht aufgeregt“ gewesen. Zurzeit laufe die Ursachensuche, berichtet der Leiter des Gesundheitsamtes, Dr. Wolfgang Schmitt. Das Gesundheitsamt gehört zum Kreis Saarlouis – und der ist Träger der Einrichtung. „Zeitnah wird eine Entscheidung gefällt, was umgesetzt wird“, sagt Hygiene-Kontrolleur Adam.

Legionellen sind Bakterien, die krank machen können („Legionärskrankheit“) und überall dort vorkommen, wo warmes Wasser optimale Bedingungen für ihre Vermehrung bietet. Seit Ende 2017 gibt es in der Kita das Problem. Die „nicht gleichmäßige Temperaturverteilung in den Trinkwasserinstallationen“ sei ehemals der Grund gewesen, sagt Schmitt. Das Wasser wurde engmaschiger kontrolliert, es gab technische Veränderungen, Spülpläne, Desinfektionen und mehr. Im Haus Kinderland II sanken die Werte – bis Juni. Im Haus Kinderland I konnte das Wasser seit Ende 2017 nur eingeschränkt genutzt werden, weil die Werte leicht erhöht waren: „Absolut keine Gefahr“, sagen die Fachmänner vom Gesundheitsamt. Aber man verfolge hier eben die „Null-Toleranz-Strategie“.

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