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Kriegsspuren stehen im Blickpunkt

Saarwellingen. Parallel zur Ökumenischen Friedens-Dekade, die an diesem Sonntag beginnt, lädt der Kultur-Ort Atelier Mario Andruet zu einer Veranstaltungsreihe ein. Diesen Sonntag eröffnet eine Ausstellung zur Nakba. red

Unter dem Motto "Kriegsspuren" will die Ökumenische Friedens-Dekade (ÖFD) ab diesen Sonntag 6., bis Mittwoch, 16. November, auf Spuren von Kriegen aufmerksam machen. Gleichzeitig will sie auf Spuren verweisen, die zu Kriegen führen. Diese Spuren, die Kriege bei Opfern und Flüchtlingen zurücklassen und in Familien und Gemeinden erfahrbar sind, sollen ebenfalls sichtbar gemacht werden. Zur ÖFD zeigt der Kultur-Ort Atelier Mario Andruet, vom Sonntag, 6., bis Sonntag, 27. November, die Wanderausstellung "Die Nakba - Flucht und Vertreibung der Palästinenser 1948". Eröffnung ist um 16 Uhr. Dabei sind Ingrid Rumpf, Vorstand Flüchtlingskinder im Libanon, und Wiltrud Rösch-Metzler, ÖFD-Redaktion und Bundesvorsitzende Pax Christi. Die musikalische Umrahmung übernimmt Götz Hach mit Klezmer-Musik.


Andreas Hämer (Pfarrer i.R., Internationaler Versöhnungsbund) präsentiert am Mittwoch, 9. November, ab 19 Uhr Texte und Lieder zum Thema Frieden, verbunden mit Berichten aus Palästina. Frank Harrison (Piano) und Gilad Atzmon , international gefeierter Jazz-Saxofonist und Komponist sowie Buchautor, und - nicht zuletzt - künstlerischer Leiter der International Jazzwerkstatt Saarwellingen kommen am Dienstag, 15. November, 19 Uhr in den Kultur-Ort. Ein ökumenischer Gottesdienst findet am am Buß- und Bettag, Mittwoch, 16. November, um 18 Uhr in der evangelischen Kirche Saarlouis statt.

"Wir weigern uns Feinde zu sein" heißt der Film, den es am Sonntag, 20. November, um 16 Uhr im Kultur-Ort zu sehen gibt. Es folgt eine Diskussion mit Marius Stark, Pax Christi zu dem Projekt: "Tent of Nations" (Zelt der Völker). Am Donnerstag, 24. November, 19 Uhr, hält Andreas Zumach Schweiz (Journalist TAZ) einen Vortrag zum Thema "Pulverfass Naher/Mittlerer Osten - Hintergründe und mögliche Lösungen der Konflikte". Letzter Termin zur ÖFD ist ein Vortrag mit Diskussion am Sonntag, 27. November, 16 Uhr, mit Professor Bernhard Haupert, Soziologe an der katholischen Hochschule Mainz: "Antisemitismus Heute? Der Nahe Osten brennt."



Der Eintritt ist frei. Das Atelier ist jeden Sonntag im November von 11 bis 17 Uhr und während den Veranstaltungen geöffnet. Unterstützer sind das Friedens Netz Saar und Attac Untere Saar.