Jazzhauptstadt für drei Wochen

Die Saarwellinger Jazzwochen werden in diesem Jahr zum 13. Mal vom Kulturamt Saarwellingen angeboten. Sie beginnen am Freitag, 19. Februar, im Kulturzentrum Altes Rathaus und dauern bis Sonntag, 13. März. In diesem Zeitraum werden eine Ausstellung und sechs Konzerte angeboten, die das breite Spektrum unterschiedlicher Jazz-Stilrichtungen beinhalten.

Ro Gebhardt ist international unterwegs. Foto: P. Nimsky. Foto: P. Nimsky
Dizzy Krisch und sein Vibraphon. Foto: Thomas Ceska. Foto: Thomas Ceska
Die Ausstellung ist bis 17. April geöffnet. Foto: Roland Schmitt. Foto: Roland Schmitt
Die Three Wise Men spielen Swing. Foto: Frank Roberscheuten. Foto: Frank Roberscheuten
Nicole Metzger interpretiert deutsche Texte von Heidi Kramer musikalisch. Foto: Julia Nogueira. Foto: Julia Nogueira
Johannes Müller kommt mit seiner Band. Foto: Jean M. Laffitau. Foto: Jean M. Laffitau

Los geht es mit den Jazzwochen am Freitag, 19. Februar, 18 Uhr, mit einer Vernissage der Ausstellung "Spurwechsel - Serigrafien & Gemälde" von Roland Schmitt, ein international ausstellender Künstler, der seit vielen Jahren als Kurator der Ausstellungen im Alten Rathaus tätig ist. Musik und Musiker sind immer auch Themen seiner Bilder, weshalb die diesjährigen Saarwellinger Jazzwochen von Schmitts Bildern umrahmt werden.

Um 20 Uhr folgt dann die musikalische Eröffnung mit Ro Gebhardt's Intercontinental und einer Melange aus Jazz , Latin, Funk und Drum 'n' Bass. Die Musik ist eine Mischung aus Eigenkompositionen, gewagten Bearbeitungen von Klassikern und kraftvollen Improvisationen. Ro Gebhardt hat als Musiker schon auf Bühnen wie dem Blue Note in New York, beim Central Park Jazzfest, dem Duc de Lombard in Paris, dem Aquarium in Warschau oder dem A-Trane in Berlin gestanden. Er zählt zu den gefragtesten Gitarristen Deutschlands. Sein Intercontinental ist seit Jahren eine feste Größe in der europäischen Kulturlandschaft. Der Eintritt beträgt zehn Euro, ermäßigt acht Euro.

Am Sonntag, 21. Februar, spielt Nicole Metzger um 11 Uhr im Alten Rathaus. "Der Lauf der Zeit - Multikulturelle Musik in deutscher Sprache", lautet der Titel des Programms, mit dem die Sängerin neue Wege beschreitet. Neu und sehr zentral ist die Zusammenarbeit mit der Texterin Heidi Kramer. Neu sind auch die Eigenkompositionen, ebenfalls mit deutschen Texten von Heidi Kramer: Europäische Klänge wiegen sich in Walzerrhythmen, Chansons kommen swingend daher, Jazzharmonien mischen sich mit südamerikanischen und afrikanischen Rhythmen. Der Eintritt ist frei.

Am Freitag, 26. Februar, 20 Uhr, lädt das Dizzy-Krisch-Vibraphone-Quartett zu einer Konzertreise in die Welt des Vibraphons ein, mit Musik aus den Tagebüchern der großen Vibraphonisten des Jazz . Dizzy Krisch ist einer der herausragenden lebenden Vertreter dieses Instruments und hat sich in seiner langen Karriere wiederholt mit einzelnen dieser großen Vibraphonisten auseinandergesetzt. Der Eintritt beträgt zehn Euro, ermäßigt acht Euro.

Am Sonntag, 28. Februar, 11 Uhr, spielt das Brodersen-Weindorf-Duo. "Da sind die herrlich sanglichen Linien auf dem Altsax und das glasklare, ausgesprochen raffinierte Spiel mit Skalen und Läufen auf dem Piano", heißt es im Pressetext. Kristina Brodersen, geboren 1977 in Saarlouis, hat im Laufe ihrer Karriere zahlreiche Preise erhalten, unter anderem den Jazz-Förderpreis des Dreiländerecks. Tobias Weindorf wurde 1980 in Lüdenscheid geboren. Mit seiner Frau Kristina Brodersen gründete er 2008 das Brodersen-Weindorf-Duo. Der Eintritt ist frei.

Am Freitag, 4. März, 20 Uhr, spielen Three Wise Men im Alten Rathaus. Der holländische Multiinstrumentalist Frank zählt zu den höchst profilierten europäischen Jazzsaxofonisten. 2007 gründete er Three Wise Men. Das Herz des Trios ist der Mailänder Ausnahmepianist Rossano Sportiello, der 2009 den Ascona Jazz Award erhielt. Der Wiener Schlagzeuger Martin Breinschmid hat unter anderem mit Bob Wilbur, Bill Berry, Peanuts Hucko und Dave Brubeck zusammengearbeitet. Fachleute und Kritiker sind sich einig darüber, dass die gemeinsame Liebe zum Swing der Musiker zu ihrem fast telepathischen Verständnis untereinander geführt hat. Der Eintritt beträgt zehn Euro, ermäßigt acht Euro.

Am Freitag 11. März, 20 Uhr, steht Johannes Müllers Jazz Mile auf der Bühne. Im letzten Jahr "reanimierte" Johannes Müller nach fünfjähriger kreativer Pause seine Formation. Die Eigenkompositionen von Müller bewegen sich zwischen Coltrane, Parker und Miles, gehen aber durchaus auch in Richtung Postmodern Hardbop und Impressionismus. Die Band begeistert mit treibendem Swing, versiert, vielgestaltig, souverän. Der Eintritt beträgt zehn Euro, ermäßigt acht Euro.

Am Sonntag, 13. März, 11 Uhr, haben die Gäste der Sonntagsmatinee die Gelegenheit, mit dem Künstler Roland Schmitt über seine Werke zu sprechen.

Bei dem geringen Fassungsvermögen der Spielstätte Altes Rathaus empfiehlt es sich, Karten zu reservieren unter Telefon (0 68 38) 9 00 72 01. Die Ausstellung ist vom 19. Februar bis 17. April geöffnet, dienstags bis samstags von 18 bis 22 Uhr und zu den Öffnungszeiten des Bistros. Der Eintritt ist frei.

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