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Illegaler Bauschuttablagerung im Saarwellinger Wald

Illegaler Bauschuttablagerung im Saarwellinger Wald : Da geht dem Spaziergänger der Hut hoch

In letzter Zeit häufen sich im Verbreitungsgebiet unserer Zeitung illegale Müllablagerungen. Nach Lebach nun auch in Saarwellingen und zwar auf einem idyllisch verlaufenden Waldweg, der den Primsener Weg mit der Bahnhofstraße verbindet.

Dort fand unser Leserreporter Horst Barth am Montag Bauschutt mitten auf seinem Spazierweg.

„Mir ging der Hut hoch als ich sah, was hier geschehen ist“, sagte der 72-jährige Rentner. Auf einer Fläche von zwei auf fünf Metern lagen die unterschiedlichsten Reste von Bauschutt. Darunter befanden sich größere Mengen von Rigipsplatten, Fliesenstücke, leere Kartuschen und Verpackungen, Kabelstücke, Plastikteile, Ölkanister sowie zusätzlich mindestens zehn verschnürte Plastiksäcke mit weiterem Abfall. Die Art der illegal entsorgten Materialien lässt darauf schließen, dass es sich um Reste oder nicht mehr benötigte Teile handelt, die bei Sanierung eines Badezimmers anfallen.

Barth findet solche Umweltdelikte schlimm: „In dieser Ecke, die nur etwa 800 Meter vom Saarwellinger Wertstoffhof entfernt liegt, ist dies nach meinen Feststellungen schon zum dritten Mal innerhalb eines Jahres passiert.“ Er glaubt, dass dies auch daran liegt, dass der Waldweg von einer Seite her nicht mehr durch eine Schranke gesichert ist. „Die ursprünglich dort vorhandene Barriere für Autos liegt schon seit Jahren am Boden“, bestätigt Barth.

„Es gibt leider immer wieder solche Fälle, unser Bauhof ist im vorliegenden Fall bereits beauftragt, den Bauschutt aus dem Wald zu entfernen“, sagte Rainer Gerstner vom Ordnungsamt der Gemeinde. Und er mahnt: Illegale Entsorgungen von Müll und Bauschutt sind kein Kavaliersdelikt und werden mit hohen Bußgeldern geahndet.