Ideen gesucht für die Zukunft Saarwellingens

Ideen gesucht für die Zukunft Saarwellingens

Saarwellingen. Geko steht für Gemeindeentwicklungskonzept. In Saarwellingen ist damit ein Prozess gemeint, an dem Planungsfachleute, Politiker und Bürger beteiligt sein sollen. Es geht um die Entwicklung der Gemeinde bis 2025. Bis dahin werden - wenn der demografische Trend anhält - rund 1000 Menschen weniger in Saarwellingen leben; der Anteil der Älteren wird deutlich steigen

Saarwellingen. Geko steht für Gemeindeentwicklungskonzept. In Saarwellingen ist damit ein Prozess gemeint, an dem Planungsfachleute, Politiker und Bürger beteiligt sein sollen. Es geht um die Entwicklung der Gemeinde bis 2025. Bis dahin werden - wenn der demografische Trend anhält - rund 1000 Menschen weniger in Saarwellingen leben; der Anteil der Älteren wird deutlich steigen. Das findet bereits heute in den Skizzen einen Niederschlag, welche das Planungsbüro Agsta (Völklingen) am Dienstag im Gemeinderat vorstellte. Denn bequem einkaufen in der Ortsmitte, weniger und langsamerer Verkehr, gute fußläufige Verbindungen ("Komfortwege für die ältere Generation") und Radwege, Plätze und Ruhezonen zum Plaudern und Verschnaufen sind mit in dem jetzt vorgestellten "teilräumlichen Entwicklungskonzept" vorgesehen. Dieses befasst sich mit der Ortsmitte von Saarwellingen, für Reisbach und Schwarzenholz werden ähnliche Pläne geschmiedet. Die Fachleute stellten klar, dass es sich um eine Menge Überlegungen handele, die - wenn überhaupt - nicht alle auf einmal verwirklicht werden sollten. Ob der Hessbach je zu einem Teil freigelegt wird, ob auf den Garten- und Wiesenflächen zwischen Viktoriastraße und Schlossstraße Neubauten und im Weidenbruch ein neuer Kirmesplatz errichtet und eine "Joggingrunde rund um den Ortskern" angelegt und ob jemals am Fuße des Eichbergs an der Dorflinde Lindenfeste gefeiert werden, sei alles noch dahingestellt. Aber solche Ideen wurden neben vielen anderen, die schon bekannter waren, geäußert: Rathausumfeld attraktiver gestalten, neues Dienstleistungs- und Versorgungszentrum auf der Breitwiese, Neubau einer Festhalle, Neugestaltung der Bahnhofstraße plus eines Teils der Lebacher Straße und Schlossstraße, Engelstraße, Wilhelmstraße. Es war auch von der Möglichkeit von Außengastronomie in diesen Straßen - und nicht nur auf dem Schlossplatz - die Rede, ebenso von verkehrsberuhigenden Maßnahmen, vor allen an den Ortseingängen, und vom Pflanzen von Bäumen und Anlegen von Beeten. Über Geld sprach man nicht. Das hat man nicht. Alle Fraktionen bekundeten Wohlwollen zum "teilräumlichen Entwicklungskonzept". Am wichtigsten ist wohl, dass man sich überhaupt Gedanken über die städtebauliche Zukunft macht - mit dem Sachverstand von Fachleuten und den Überlegungen der Bürger. Nach wie vor sollen die Bürger nämlich mit darüber nachdenken, was aus Saarwellingen werden soll. Im Oktober und Dezember fanden Einwohner-Workshops statt, bald soll der nächste sein. Dies ist ausdrücklich erwünscht - nicht zuletzt, weil dann Mittel aus dem Förderprogramm "Aktive Stadt- und Ortsteilzentren" fließen können.