Grenzüberschreitender Filmpreis geht an zwei Dokumentationen

Metz/Saarbrücken · Das Städtenetz QuattroPole zeichnete jetzt Jugendliche aus Brüssel und Saarwellingen beim Videowettbewerb Créajeune aus. Erstmals wurde das vom Städtenetz gestiftete Preisgeld in Höhe von 500 Euro in diesem Jahr geteilt und geht an die beiden Dokumentationen „Contes de la rue de Brabant“ in der Kategorie Kinder und „Bei uns auch. Ein kleiner Film zu einem großen Thema“ in der Kategorie Jugendliche.

Die Metzer Beigeordnete Nathalie de Oliveira hat im Théâtre du Saulcy auf dem Metzer Unicampus den QuattroPole-Preis beim siebten Créajeune-Videowettbewerb verliehen. Erstmals wurde das vom Städtenetz gestiftete Preisgeld in Höhe von 500 Euro in diesem Jahr geteilt und geht an die beiden Dokumentationen "Contes de la rue de Brabant" in der Kategorie Kinder und "Bei uns auch. Ein kleiner Film zu einem großen Thema" in der Kategorie Jugendliche. Das teilt die Landeshauptstadt mit. Eine vierköpfige Jury mit jungen Filmbegeisterten aus den Städten Luxemburg, Metz, Saarbrücken und Trier hat die beiden Preisträger ausgewählt. In "Contes de la rue de Brabant" berichten elf Kinder aus Brüssel über das Leben in ihrer Straße, die sich in einem Nordbezirk der belgischen Hauptstadt befindet.

Beim zweiten Preisträgerfilm "Bei uns auch. Ein kleiner Film zu einem großen Thema" beschäftigen sich elf Schüler aus Saarwellingen mit dem 75. Jahrestag der Reichspogromnacht und gehen auf Spurensuche in ihrem eigenen Wohnort. Sie konzipieren, drehen und schneiden selbst einen Film zur Problematik des Nationalsozialismus und zum heutigen Umgang damit.

Der Videowettbewerb Créajeune richtet sich an Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene aus der Großregion und zeigt spannende Einblicke in ihre Welt. Das Besondere am Festival ist sein grenzüberschreitender Charakter: Saarland, Lothringen, Luxemburg, Rheinland-Pfalz und die Wallonie sind mit Filmbeiträgen vertreten.

Der Wettbewerb bietet jungen Menschen ein Forum, um ihre Filme einem breiten Publikum vorzustellen und ist zugleich ein Treffpunkt für junge Filmemacher, die die Produktionen anderer junger Künstler kennenlernen möchten.

Keine Profis

Voraussetzung war, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer keine professionelle Ausbildung an einer Film- oder Kunsthochschule absolvieren oder absolviert haben und aus dem Saarland, Lothringen, Luxemburg, Wallonien oder Rheinland-Pfalz kommen. Filme einer maximalen Länge von 30 Minuten aller Genres - Spielfilme, Dokumentarfilme, Animationsfilme und Musikclips - konnten zumWettbewerb eingereicht werden.

Das Städtenetz QuattroPole unterstützt nach eigenen Angaben das Festival bereits zum fünften Mal, um den Austausch filmbegeisterter junger Menschen in der Region zu fördern.