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Gilad Atzmon und Frank Harrison kommen ins Atelier

Gilad Atzmon ist ein berühmter Jazz-Saxofonist, der in London lebt und im November nach Saarwellingen kommt. Foto: Gerhard Alt
Gilad Atzmon ist ein berühmter Jazz-Saxofonist, der in London lebt und im November nach Saarwellingen kommt. Foto: Gerhard Alt FOTO: Gerhard Alt
Saarwellingen. Den Jazz-Musiker Gilad Atzmon kennt man als virtuosen Saxofonisten und Leiter der Saarwellinger Jazzwerkstatt. Am Dienstag, 15. November, stellt er im Kultur-Ort Mario Andruet sein Buch „Der wandernde – Wer“ vor. Zusammen mit Frank Harrison spielt er an diesem Abend seine Musik. Johannes Werres

Aus Saarwellingen kennt man Gilad Atzmon als Jazz-Star, der in London lebt, wohin er aus Israel ausgewandert ist. Man kennt ihn als genialen Saxofonisten und Leiter der "International Jazzwerkstatt Saarwellingen ", und als einen, der mit seinem Saxofon ziemlich gemein witzig sein kann.


Von einer anderen Seite zeigt er sich am Dienstag, 15. November, 19 Uhr, im Kultur-Ort Mario Andruet in Saarwellingen . Dort stellt er eines seiner Bücher , "Der wandernde - Wer? Eine Studie jüdischer Identitätspolitik" vor. Dass die Bestandsaufnahme international kontrovers diskutiert wird, versteht sich. Immer wieder wird er an dem Abend gemeinsam mit Frank Harrison (Piano) auch seine Musik präsentieren, die sich auseinandersetzt mit seiner Sicht auf die Welt.

Atzmon ist in seinem Spiel ein Dekonstruktivist. Das Verfremden bekannter Melodien, das Zusammensetzen von Neuem und Vertrautem, seine Art, Musikteile zu verschmelzen und wieder auseinanderzunehmen, spiegeln seinen Blick auf Welt. Dabei liebt er es, zu provozieren und fordert den Widerspruch heraus. Hintergrund des Auftritts im Atelier von Andruet ist die so genannte Ökumenische Friedens-Dekade. Das sind zehn Tage im November, die den Themen Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung und den Einsatz für Menschen, die in ihrer Würde verletzt werden, gewidmet sind.



Dazu zeigt das Atelier noch bis Sonntag, 27. November die umstrittene Wanderausstellung "Die Nakba - Flucht und Vertreibung der Palästinenser 1948".

Der Eintritt ist frei. Mit Unterstützung: Friedens Netz Saar, Attac Untere Saar, Rosa Luxemburg Stiftung Regionalbüro Saarbrücken und Ministerium für Bildung und Kultur.