Ratsitzung : Nalbacher dürfen Grünschnitt bringen

Rat beschließt: Saarwellingen kooperiert bei Annahmestelle. Außerdem soll Verkehr im Ort endlich sicherer werden.

Einen gemeinsamen Sammelplatz für Grünschnitt aus privaten Haushalten stellen die Gemeinden Saarwellingen und Nalbach ab dem 1. Januar 2020 bereit. Der Satzung und öffentlich-rechtlichen Vereinbarung stimmte der Rat in seiner jüngsten Sitzung mehrheitlich zu. Was unter anderen an Baum-, Hecken- und Grünschnitt, Laub und Gras anfällt, können die Einwohner beider Gemeinden künftig zur Sammelstelle Saarwellingen bringen. Die wird auf dem Gelände der ehemaligen Kompostieranlage errichtet, gleich neben dem Saarwellinger Betriebshof am Primsener Weg.

Die Gemeinde Nalbach beteiligt sich an den Investitions- und jährlichen Betriebskosten. Berechnungsgrundlage ist die Einwohnerzahl zum 1. Januar eines jeden Betriebsjahres. Verwaltung und Abrechnung mit dem Entsorgungsverband Saar, EVS, und der Gemeinde Nalbach erfolgen durch die Gemeinde Saarwellingen. Die Gemeinde stellt auch das Personal für den Betrieb der Anlage ein.

Des Weiteren verpflichtete Bürgermeister Manfred Schwinn ein neues Ratsmitglied. Und einstimmig entschied der Rat jeweils die Benennung von Vertretern für den Bildungsbeirat des Landkreises Saarlouis, die Berufung von Mitgliedern des Seniorenbeirates der Gemeinde sowie Ergänzungen in der Satzung des Behindertenbeirates.

Ein Antrag der CDU-Fraktion betraf die Verkehrssicherheit in Saarwellingen, vor allem an für Kinder kritischen Stellen. In der Vergangenheit seien zwar von den Fraktionen Vorschläge gemacht worden, die Gemeinde hat auch ein sinnvolles Konzept erarbeiten wollen, sagte CDU-Chef Manuel Brunz. „Aber die Kosten werden von Jahr zu Jahr geschoben. Auch mit unserer Zustimmung, um einen ausgeglichenen Haushalt zu erhalten.“ Bürgermeister Schwinn schlug vor, im Rahmen der nächsten Haushaltsbesprechungen „auch finanzielle Mittel bereitzustellen, die ein solches Projekt brauchen wird“. Brunz zeigte sich damit einverstanden, seine Partei wird „aber auch drängen, dass entsprechende Bemühungen vorangebracht werden“. Linke-Chef Hans Kiechle fragte nach einem Antrag seiner Fraktion von vor einem Jahr. Damit soll der Lkw-Verkehr aus dem Ort genommen werden. „Der Antrag liegt beim Landratsamt vor“, antwortete Schwinn. „Wir warten auf die Entscheidung.“

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