Frontalangriff auf die Lachmuskeln

Frontalangriff auf die Lachmuskeln

Saarwellingen. Mit das Beste, was die Karnevalisten aus dem Landkreis Saarlouis zu bieten haben, gab es am Sonntagabend in der Festhalle Saarwellingen zu sehen. Dort zündete der närrische Regionalbezirk mit vielen Raketen der Fastnacht ein buntes Feuerwerk. Gastgeber waren die Gold-Blauen-Funken, die in dieser Session ihr närrisches Jubiläum von 5x11 Jahren feiern

Saarwellingen. Mit das Beste, was die Karnevalisten aus dem Landkreis Saarlouis zu bieten haben, gab es am Sonntagabend in der Festhalle Saarwellingen zu sehen. Dort zündete der närrische Regionalbezirk mit vielen Raketen der Fastnacht ein buntes Feuerwerk. Gastgeber waren die Gold-Blauen-Funken, die in dieser Session ihr närrisches Jubiläum von 5x11 Jahren feiern.23 Mitgliedsvereine zählt der Regionalverband, und fast alle sendeten sie am Sonntag ihre Vertreter aus, um das große Brauchtum "Faasend" gemeinsam zu feiern. Die Festhalle platzte dabei aus allen Nähten, die Stimmung ließ bereits zu Beginn der Gemeinschaftssitzung beim Einschunkeln erahnen, dass es ein toller Abend werden wird. Diese Vorahnung unterstrichen kurz darauf die Prinzenpaare und ihre Abordnungen, als sie sich beim großen Einmarsch feiern ließen.Um die Inhalte des Programms kümmerten sich zwölf Vereine, und die wiederum ließen ihre Sahnestückchen auf die Bühne. Garden zeigten kreative Schautänze, wie der von den KKJA Schmelz oder spritzige Märsche, wie die Faasendrebellen aus Steinrausch. Mit ihrem Marsch landeten die Mädels immerhin bei den Saarlandmeisterschaften auf Platz fünf. Doch nicht nur die Mädels wissen ihr Tanzbein zu schwingen, wie das Männerballett der Pähter Dickkäpp oder die Hot Peppers der Ri-Ra-Rutsch Schwalbach bewiesen oder die gemischte Garde des CVL Lebach. Wobei sich hier die Frage stellte, was denn eigentlich eine gemischte Garde ausmacht. Das Alter? Das Gewicht? Jedenfalls nicht das Geschlecht, denn auf der Bühne präsentierten sich acht gestandene Männer. Nicht nur fürs Auge ist dem närrischen Volk im Saal etwas geboten worden. Auch die Lachmuskeln durften fleißig trainiert werden, zumindest jedoch waren jede Menge Schmunzeleinheiten garantiert. Gewagt war dabei das, was Ruth Ackermann von den Wallerfanger Neimerder zu bieten hatte. Zunächst in wohlbedachten Reimen darauf aus, dem Publikum den Kauf von Herren-Dessous schmackhaft zu machen, zeigte sie am Ende ganz ungeniert, dass das Geld wohl besser in Reizwäsche für die Frau investiert ist. Gewohnt wiederum war das, was Bernd Otting zu präsentieren hatte, nämlich eine geballte Ladung an spitzen Feilen, abgeschossen in Richtung Politik und Gesellschaft. Legt er als Rumpelstilzchen erst mal los, da dürfen sich die Promis sicher sein, dass jeder sein Fett abbekommt. Und so wechselten sich Narretei, Klamauk und Show ab. Bis kurz vor Mitternacht feierte der närrische Regionalbezirk sich selbst und das zu Recht.