„Es hat funktioniert“

Nach dem Umzug nach Saarwellingen ist die Saargärtner GmbH, ein Zusammenschluss von knapp 40 Gärtnereien aus dem Saarland und Rheinland-Pfalz, noch erfolgreicher. Nutzen haben die Händler und Verbraucher der Region.

 Gärtner mit Erfolg: Ulf Schweighöfer. Foto: Jenny Kallenbrunnen
Gärtner mit Erfolg: Ulf Schweighöfer. Foto: Jenny Kallenbrunnen Foto: Jenny Kallenbrunnen

Als Ulf Schweighöfer die Leitung im Januar übernommen hat, war das Projekt Saargärtner bereits ein Erfolg. Knapp 40 Gärtnereien der Region haben sich zur Saargärtner GmbH zusammengeschlossen. Gemeinsam wollen sie regional produzierte Pflanzen vermarkten. Vor gut einem Jahr, im März 2012, sind sie nach Saarwellingen gezogen.

"Die Kunden achten in letzter Zeit auch darauf, wo ihre Pflanzen herkommen", sagt Schweighöfer. "Das hat bei den Nahrungsmitteln angefangen, sich dann auch bei Kleidung gezeigt und jetzt wird auch auf die Herkunft der Blumen geschaut."

Die Kunden der Saargärtner sind der Facheinzelhandel und der Sortiment-Handel, etwa Baumärkte, jeweils aus dem Saarland, Frankreich und Luxemburg und auch aus Rheinland-Pfalz.

Der Standort in Hülzweiler war zu klein geworden für das Unternehmen. Nach dem Umzug in die Werner-von-Siemens-Straße im Industriepark Saarwellingen stehen rund 10 000 Quadratmetern zur Verfügung - das Doppelte der Fläche in Hülzweiler. "Vielleicht war das ein Risiko, aber es hat funktioniert", sagt Schweighöfer. 2,8 Millionen Euro kostete der Bau der neuen Halle. Hier kooperieren drei eigenständige Unternehmen: Saarland-Blumen Weber, Trenfleur und Saargärtner.

"Bis jetzt sind unsere Erwartungen erfüllt worden", sagt Schweighöfer. Schweighöfer spricht von einer Zunahme von zehn Prozent. Insgesamt hat die GmbH mehr als 800 Abnehmer. Der gelernte Gemüsebauer schätzt: "Mindestens 90 Prozent der Fachbetriebe im Saarland haben eine Geschäftsbeziehung mit uns." Auf diese Weise würden die lokalen Betriebe wirtschaftlich gestärkt und die Positionierung des Fachhandels im Wettbewerb verbessert.

Die Gärtnereien aus der Region bilden als Saargärtner eine Einkaufsgemeinschaft, was nach Schweighöfer aus logistischen und finanziellen Gründen sinnvoll ist: Ist der Warenbezug gebündelt, spart das Rohstoffe und die Straßen werden weniger stark belastet. "Die Wege in der Region sind kurz", sagt Schweighöfer, "wir haben eine große Marktnähe und regionale Ware wird gezielter angebaut." Der Kunde habe zudem einen festen Ansprechpartner, der alles organisiert und die Gärtnereien werden gleichzeitig entlastet, erklärt der Saargärtner-Geschäftsführer. "Zusammenarbeit und Wettbewerb widersprechen sich ja nicht", sagt Schweighöfer.