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Er hat das Innenleben von Automaten drauf

Er hat das Innenleben von Automaten drauf

Robin Hiry aus Saarwellingen ist in diesem Jahr als landesbeste Fachkraft für Automatenservice ausgezeichnet worden. Der 24-Jährige schwärmt vor allem von der Vielseitigkeit seines Berufs. Er strebt eine Weiterbildung an.

Geldspielautomaten kennt Robin Hiry wie seine Westentasche. Das komplizierte Innenleben der Maschinen, die andere Menschen nur bunt blinkend von außen sehen, hat er drauf. Und Robin Hiry hat allen Grund zur Freude, denn er wurde in diesem Jahr von Saarlands Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer und der Industrie- und Handelskammer (IHK) zum Landesbesten in seinem Ausbildungsberuf als "Fachkraft für Automatenservice" ausgezeichnet.

Vor seiner zweijährigen Ausbildung wollte der 24-Jährige eigentlich im Kfz-Bereich bei der Bundeswehr arbeiten. "Leider wurde ich nicht genommen. Ich habe mich dann für den freiwilligen Dienst entschieden." Nach vorzeitiger Beendigung der Laufbahn fing er bei seinem späteren Ausbildungsbetrieb, der Gauselmann AG in Saarlouis, für einige Monate als Vollzeitkraft an zu arbeiten. Was als Job gedacht war, wurde Beruf. "Während meiner Ausbildung bin ich sehr viel unterstützt worden. Wir Azubis fahren nämlich drei Mal im Jahr nach Espelkamp, um dort gemeinsam den schulischen Stoff zu wiederholen", berichtet Hiry über ein Unterstützungsprogramm seiner Firma.

Abwechslungsreicher Beruf

Teil seiner praktischen Abschlussprüfung war es, den Aufbau und die Funktionen der Spielautomaten zu erklären und eine elektrische Sicherungsprüfung durchzuführen. Zu seinem Aufgabenbereich während der Ausbildung zählte allerdings nicht nur das Prüfen der Geräte, sondern auch die Kundenbewirtung, das Beheben von Störungen und die Automatenbewirtschaftung. "Man lernt dabei nie aus", sagt der Saarwellinger und fügt hinzu: "Das Abwechslungsreiche ist so spannend an meinem Beruf." Für die Zukunft wünscht er sich einen weiteren erfolgreichen Ausbildungsabschluss, denn er hat die Ausbildung verlängert, um von der Fachkraft zum Fachmann zu werden, was die IHK ebenfalls anbietet.

Weiterbildung angestrebt

Und nach einiger Berufserfahrung im Betrieb, bei dem er fest übernommen wird, möchte er sich zur Führungsposition weiterbilden. "Wäre schön, wenn ich meinen Beruf später auch heimatnah ausüben kann", sagt Hiry.