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Bunte Blumen auf 10 000 Quadratmetern

Bunte Blumen auf 10 000 Quadratmetern

Saarwellingen. Fairness, Regionalität und Nachhaltigkeit - dafür soll in Zukunft das neue gemeinsame Logo "Saar Blumen" stehen, eine "grüne Kooperation", die mit dem Vermarktungszentrum für Topfpflanzen, Schnittblumen und Floristenbedarf in Saarwellingen ihren neuen Standort hat

Saarwellingen. Fairness, Regionalität und Nachhaltigkeit - dafür soll in Zukunft das neue gemeinsame Logo "Saar Blumen" stehen, eine "grüne Kooperation", die mit dem Vermarktungszentrum für Topfpflanzen, Schnittblumen und Floristenbedarf in Saarwellingen ihren neuen Standort hat. Gestern besuchte Wirtschaftsminister Peter Jacoby den Betrieb im Gewerbegebiet John, um mit den Geschäftsführern Gerhard Twiling und Peter Weber über die Entwicklung der Regionalvermarktung zu sprechen.Im Saarland gibt es aktuell 90 produzierende Gartenbaubetriebe mit etwa 900 Beschäftigten und 350 Auszubildenden. 48 Betriebe kümmern sich um Zierpflanzen, unter anderem für Beete und Balkone. 1997 haben sich bereits 25 Gärtner aus dem Saarland und fünf Gärtner aus Rheinland-Pfalz unter dem Dach der "Saar-Gärtner" zusammengeschlossen, mit dem Ziel, regional produzierte Topfpflanzen besser zu vermarkten. Abnehmer sind Floristen, Gärtnereien und Gartencenter, aber auch Warenhäuser im Umkreis von etwa 150 Kilometern.

Der Standort der "Saar-Gärtner" war bisher im Gewerbegebiet Hild in Hülzweiler auf einer Fläche von 2500 Quadratmetern. Nach knapp 15 Jahren brauchte das Vermarktungscenter mehr Platz. Auf dem Gelände in der Werner-von-Siemens-Straße im Gewerbegebiet John in Saarwellingen entstand auf einer Gesamtfläche von 10 000 Quadratmetern ein neues Zentrum mit neuem Konzept. 2,8 Millionen Euro wurden investiert, gefördert vom Wirtschaftsministerium. "Eine attraktive Sache, die alle Unterstützung und Förderung wert ist", sagte Jacoby nach einem Rundgang durch den Betrieb.

Wirtschaftsminister Peter Jacoby (Dritter von rechts) besuchte den neuen Saar-Gärtner-Betrieb in Saarwellingen. Foto: Heike Theobald

Im Verkaufsgewächshaus auf 1600 Quadratmetern warten Topfpflanzen vielfältigster Art auf Abnehmer, auf 300 Quadratmetern bietet Saarland-Blumen Weber Schnittblumen an. Mit Blumen Weber haben die "Saar-Gärtner" seit zehn Jahren bereits einen festen Partner. Weitere 300 Quadratmeter macht sich der Floristenbedarf-Händler Trend-Fleur zunutze, um vom Übertopf bis hin zu Papier und Vase ein breites Sortiment zu bieten. Neu hinzugekommen ist der Saar-Florist, eine Vereinigung von 15 Floristen, die ebenfalls das Ziel verfolgt, Schnittblumen besser einzukaufen und vermarkten zu können. Die Gärtner und Floristen wollen sich mit der Kooperation eine Chance auf dem heiß umkämpften Markt sichern. Denn die Preise werden dort von den Discountern bestimmt, wie Peter Weber erklärte. Regionale Produkte sollen daher noch stärker beworben werden. "Schneller, frischer, umweltfreundlich", beschreibt Gerhard Twiling das Konzept. Der Minister lobte: "Sie sind ökonomisch und ökologisch ein Paradebeispiel".