Bühnenvereinigung Saarwellingen zeigt Komödie

Bühnenvereinigung Saarwellingen : Sichtlich Spaß am verrückten Spiel

Die Bühnenvereinigung Saarwellingen begeisterte mit der gelungenen Premiere der Komödie „Die Seniorenklappe“.

Ein Bankräuber hat es nicht leicht. Das musste eine der Hauptfiguren im aktuellen Stück der Bühnenvereinigung Saarwellingen leidvoll erfahren. Sehr zum Vergnügen des Publikums, das am Samstag zur Premiere in die Festhalle Saarwellingen gekommen war. Der Titel des Stückes, „Die Seniorenklappe“, ließ einiges vermuten, und bereits die ersten Szenen, mit schrulligen Altersheimbewohnern in Stahlhelm oder mit Schwimmweste setzten den Ton dieser Komödie voller schrägem Humor.
Bankräuber Kox, charmant verzweifelt gespielt von Stefan Pardi, bereut es schnell, sich nach geglücktem Coup in besagtes Altersheim geflüchtet zu haben. Die eigenwilligen Bewohner und das nicht weniger skurrile Personal wirbeln seine Pläne gewaltig durcheinander. Ob Vorbereitung auf den nahenden Weltuntergang oder der Kampf gegen eine schriftstellerische Schreibblockade, die Damen und Herren in dieser Seniorenresidenz haben sich noch lange nicht zur Ruhe gesetzt.

Und dass sowohl der Revolver als auch die Beute des Bankräubers ständig den Besitzer wechseln, macht die Geschichte für das Publikum umso lustiger. Gelungene Pointen sorgen immer wieder für Szenenapplaus. Und Slapstick-Einlagen geben der Sache zusätzlichen Schwung.

Dass die Bühnenvereinigung mit inzwischen über 90 Jahren des Bestehens selbst ein Senior ist, merkte man der Aufführung nicht an. Das Ensemble war mit sichtlichem Spaß am verrückten Spiel dabei und der übertrug sich auf die Zuschauer. Von Lampenfieber war nichts zu merken, auch nicht bei Melodie Bektas und Gianluca Pardi, die am Samstag ihren allerersten Bühnenauftritt hatten und als Altenpfleger gleich zu Anfang des Stückes eine lange Szene alleine bestritten. Ein eindrucksvoller Beleg, dass bei der Bühnenvereinigung neue Darsteller stets willkommen sind.

Weitere Aufführungen: Für alle, die die Premiere am Samstag verpasst haben, gibt es am 20. Oktober um 20 Uhr und am 21. Oktober um 17 Uhr nochmals die Gelegenheit, das Stück in der Festhalle Saarwellingen zu sehen.

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